23 Schritte zum Abgrund Hot

Michael Brinkschulte   16. Juni 2015  
23 Schritte zum Abgrund

Film-Tipp

Studio/Verlag
Erscheinungsjahr
Format
Anzahl Medien
1
FSK-Freigabe
FSK 16
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Rückentext

Nach einem Unfall ist der erfolgreiche amerikanische Schriftsteller Phillip Hannon erblindet und zum Nihilisten geworden. Zurückgezogen lebt er in London. Eines Tages belauscht er in einer Kneipe zufällig ein Gespräch zwischen einem gewissen Evans und einer Frau, die offensichtlich nichts Gutes im Schilde führen. Anscheinend wollen die Beiden am 10. Monats ein Kind entführen. Zuhause versucht Hannon den Dialog auf Tonband zu rekonstruieren. Als einziger Anhaltspunkt kristallisiert sich zunächst ein Geruch heraus: das Parfum Plaisir d´Amour, das scheinbar die Frau trug, die mit Evans sprach. Die Polizei verharmlost Phillips Erlebnis, was diesen wiederum veranlasst, die Sache mit Hilfe seiner Ex-Verlobten und seines Butlers selbst in die Hand zu nehmen. Dabei begibt er sich in höchste Gefahr …

Henry Hatahways packender Thriller bietet Hochspannung bis zur letzten Sekunde. Dafür sorgt nicht nur die Jagd nach dem unbekannten Evans, sondern auch die Versuche des blinden Hannons, überhaupt erstmal herauszukriegen, was die Unbekannten eigentlich vorhaben. Eine überraschende Wendung am Ende ist schließlich das Tüpfelchen auf dem I. Bemerkenswert sind auch die schauspielerischen Leistungen. Das Lexikon des Internationalen Films urteilte: „[…] psychologisch interessanter und sehr spannender Kriminalfilm mit herausragender Kameraarbeit“. Pidax präsentiert „23 Schritte am Abgrund“ restauriert und in Topbild- und –tonqualität.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
9,0
Darsteller 
 
9,0
Soundtrack 
 
7,0
Aufmachung/Extras 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,2

Begleitet durch ein Booklet, welches den Nachdruck der ‚Illustrierte Film-Bühne‘ Ausgabe Nr. 332 darstellt, und in der Fotos und Textinformationen zu finden sind, wird dieser Film dargeboten. Der 1956 gedrehte Thriller um den erblindeten und verbitterten Schriftsteller, der sein Leben in London fristet, bringt von Beginn an eine mitreißende Atmosphäre mit.
Nach einem belauschten Gespräch, das aufgrund von Nebengeräuschen leider nur fragmentarisch wahrgenommen aber nicht weniger bedrohlich eingeschätzt wird, versucht Phillip Hannon alles, um das Geheimnis zu lösen. Von der Polizei verspricht er sich Hilf, doch die Beamten nehmen das belauschte Gespräch nicht ernst und erst als es zu Spät scheint, kommt auch die Maschinerie von Scotland Yard in Bewegung. Daher ermittelt Hannon auf eigene Faust.

Mit diesem Film wird ein Thriller präsentiert, der mit einfachen aber umso wirkungsvolleren Mitteln arbeitet und ohne Blut auskommt. Die Spannung wird durch Bilder, Stimmungen und die gelungene Darstellung erreicht. Ein Klassiker, der zeitlos hervorragende Unterhaltung bietet.

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