Mad Max: Fury Road Hot

Nico Steckelberg   03. Januar 2016  
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Rückentext

DIE URSPRÜNGE DER ULTIMATIVEN ENDZEITSAGA MAD MAX

Wie konnte ein ehemaliger Kriegsheld zu dem tyrannischen Herrscher Immortan Joe werden, der die Wüstenlande in Angst und Schrecken versetzte? Welcher Umstand machte den War Boy Nux zu einem willfährigen Handlanger? Warum wendete sich Immortan Joes effektivste Waffe Imperator Furiosa gegen ihren Gönner und wie wurde Max Rockatansky zu einem einsamen Krieger der Straße in einer apokalyptischen Welt? Dies ist die offizielle Vorgeschichte zum 4. Teil der furiosen MAD MAX-Saga. Direkt aus der Feder der Fury Road -Erfolgsautoren George Miller, Nico Lathouris und Mark Sexton.

DIE VORGESCHICHTE ZUM BLOCKBUSTER-FILM

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
10,0
Zeichnungen 
 
10,0
Kolorierung 
 
9,0
Gesamtwertung 
 
9,3

Er war einer der meist erwarteten Kinofilme des letzten Jahres. Doch schon lange bevor Mad Max: Fury Road endlich über die Leinwänden der Kinosäle flimmerte, gab es Gerüchte über eine mögliche Fortsetzung von George Millers Endzeit-Dystopie aus den 80er-Jahren. Zirka 15 Jahre zuvor –in Vorbereitung auf die Storyboard-Arbeiten an Happy Feet – erfuhr Mark Sexton erstmals von Millers geplanter Fortsetzung. Sextons Idee: „Schon mal über einen Mad Max Comic nachgedacht?“

Zunächst zeigte George Miller wenig Entscheidungsfreudigkeit. Doch Jahre später sollte er sich wegen dessen Idee gemeldet haben: Ein Comic, der die Vorgeschichte der wichtigsten Charaktere von Fury Road erzählt. Somit sollte der Comic unter anderem auch den Schauspielern die Möglichkeit bieten, sich stärker in ihre Figuren hineinzudenken, die meist im Film einfach auftauchen und da sind.

Zusammen mit Nico Lathouris, Tristan Jones und Riccardo Burchielli nahm sich Mark Sexton der Aufgabe an. Ein 148 Seiten starker Band ist dabei herausgekommen. „Kein Schnellschuss“, um noch mal schnell den Franchise zu melken, wie Sexton in seinem interessanten Vorwort beschreibt, sondern ein ausgeklügeltes Konzept, das hier in bebilderten Szenen dargestellt wird.

Die Zeichnungen sind – je nach Zeichner und Stil – mal schroffer und mal detailreicher. Immer jedoch treffen sie die Bildsprache der Mad Max-Reihe. Trostlosigkeit, wohin das Auge blickt. Brutalität und Überlebenskampf bestimmen den Alltag. Abgestumpftheit gegenüber Tod und Leid und das Fehlen jeglicher sozialer Netze oder Empathie lassen den Instinkt übernehmen. Das wird bereits auf den ersten wenigen Seiten der Eröffnungsgeschichte um die Figur Nux deutlich. 

Sicherlich gäbe es noch viel mehr zu erzählen über die Geschichte hinter der Geschichte, doch ich empfinde es im Comic wie auch beim Film: Die Bildsprache und der Brainf*ck, den sie mit sich bringt, hat einen wesentlich höheren Stellenwert als die Story dahinter. Mit viel Feingefühl übernehmen die Zeichner und Texter die losen Anfangsfäden von Millers Story und gestalten auf der Basis seiner Kreativität und seines schier unerschöpflichen Worldbuildings Geschichten, die jedem Fan der Reihe oder des neuen Kinofilms gefallen dürften.

Erwarten Sie keine Romane. Erwarten Sie Staub, Blut und Angst. Und den unbändigen Drang zum Überleben.
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