Sklavin und Königin (Karl Mays Magischer Orient - Band 5)

Sklavin und Königin (Karl Mays Magischer Orient - Band 5)

Michael Brinkschulte   20. Oktober 2018  
Sklavin und Königin (Karl Mays Magischer Orient - Band 5)

Rückentext

Vier Fantasy-Autoren laden ein zu einem einzigartigen Erlebnis, zu einer Reise in ferne Länder und Zeiten an der Seite von Karl Mays Helden – es gipfelt in einer ungewöhnlichen Auseinandersetzung zwischen einer ehemaligen Sklavin und der Königin von Saba.
 
Abenteuer, Phantasie und Magie vereinen sich zu einer großen Saga – mit dem außergewöhnlichen Reiz eines Episodenromans, denn Alexander Röder, Karl-Ulrich Burgdorf, Friedhelm Schneidewind und Jacqueline Montemurri tragen als Autoren je ein Viertel bei – umrahmt von einem Prolog von Thomas Le Blanc und einem Epilog aus der Feder von Tanja Kinkel.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
9,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,3

Entgegen der letzten Veröffentlichungen aus Karl Mays magischem Orient, die Alexander Röder allein geschrieben hat, greift dieser Band nun auf die geballte Kompetenz von sechs Autoren zurück. Eingeleitet werden die neuen Abenteuer durch einen Prolog von Thomas le Blanc und abgeschlossen durch einen Epilog in Briefform von Tanja Kinkel.
Nach dem Prolog startet das Buch mit der ersten von vier Episoden, die jeweils unterschiedlich ausgerichtet sind. Begonnen wird von Alexander Röder und seiner Episode „An der Piratenküste“. Darauf folgen „Die Wüste des Todes“ von Karl-Ulrich Burgdorf, „Die Gelehrten von Hadramaut“ von Friedhelm Schneidewind und „Die Königin von Saba“ aus der Feder von Jacqueline Montemurri.
 
Die Handlungen greifen wie gewohnt Karl Mays ursprüngliches Werk und seine Charaktere auf und gestalten die von May geschaffene Welt weiter im Sinne der magischen Ausrichtung aus. Durch die unterschiedlichen Autoren ergibt sich, wie nicht anders zu erwarten, eine jeweils durch den individuellen Schreibstil leicht unterschiedliche Art der textlichen Gestaltung. Dies wirkt aber eher erfrischend aus und fällt nicht extrem aus, sodass der Leser die wechselnden Schreibstile auch als Bereicherung erfassen kann.
 
Die erzählten Episoden bauen direkt aufeinander auf und ergeben eine interessante Gesamthandlung, deren Spannungsbogen sich zu Beginn langsam steigert, dann aber bis zum Ende hin hält. 
Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar und Sir David Lindsay sind natürlich wieder mit von der Partie, wenn es darum geht sich in ein Abenteuer zu stürzen. Nach dem Prolog über „Die Befreiung“ geht es dann auch sofort per Schiff los ins nächste Abenteuer, in dem Marijke van Beverningh eine der Hauptrollen übernimmt. Denn sie ist die Sklavin, die schon im Titel des Buches benannt wird.
 
Am Ende des wendungsreich inszenierten Bandes ist man als Leser gut unterhalten und am Ende durch den Epilog emotional angesprochen worden und freut sich auf weitere Abenteuer, die Kara Ben Nemsi, der sich der Erkenntnis der Existenz von Magie langsam anzunähern scheint.
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