Offshore

Christine Rubel   08. Oktober 2017  
Offshore

Buch-Tipp

Genre
Anzahl Seiten
357
Erscheinungsjahr
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Rückentext

Der Mord an einem Beamten wird in null Komma nichts aufgeklärt, doch Kommissar Charitos misstraut der Sache. Wie überhaupt alles um ihn herum zu schön ist, um wahr zu sein. Die Leute genießen das Leben, als hätte es nie eine Krise gegeben. Auch Katerina, die Tochter des Kommissars, will sich eine Wohnung kaufen, jetzt, da Kredite leicht zu haben sind. Das schnelle Geld fordert jedoch seinen Tribut: Der Mord an dem Beamten war erst der Anfang. 

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
8,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
7,3

Gestern war Krise – doch in Windeseile ist wieder Geld da. Es wird investiert, griechische Reeder kehren zurück, um ihrem Land zu helfen. Es geht aufwärts. Doch Kostas Charitos, der unbequeme Ermittler aus der Feder von Petros Markaris, ist nicht wohl dabei. Denn woher kommt dieses Geld? Gute Frage. Niemand kennt die Antwort. Oder mauert. Denn dieser schöne Zustand soll nicht platzen. Da sind Ermittlungen in einem Mordfall fast überflüssig, denn die Mörder eines Beamten stellen sich fast im Alleingang. Ungewöhnlich, findet Charitos, und ermittelt weiter. Gegen den Willen seines neuen Vizepräsidenten. 

Auch in seinem zehnten Fall zeigt Petros Markaris dahin, wo es weh tut. Er kennt Griechenland und seine Bewohner, weiß, wie sie ticken. Es ist kein Wohlfühlkrimi, auch wenn es sich die Griechen unter der Sonne wieder gutgehen lassen. Doch unterschwellig ist immer noch die Angst zu spüren, Angst vor dem erneuten Zusammenbruch. In diesem Zwiespalt zwischen Hoffen und Bangen lässt er seinen Fall spielen und fragt sich wie wohl viele seiner Landsleute – kann das gut gehen? Fazit: Ein kritischer Blick hinter die Kulissen. 

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