Keine Kohle mehr Hot

Michael Brinkschulte   30. Juni 2016  
Keine Kohle mehr

Buch-Tipp

Anzahl Seiten
112
Erscheinungsjahr
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Rückentext

Für ihr Projekt „Keine Kohle mehr“ holten die Düsseldorfer Fotografen Wolf R. Ussler und Thomas Stelzmann 51 ehemalige Bergleute auf den Boden ihrer einstigen Pütts zurück und setzten sie dort fotografisch in Szene. Jede dieser einzigartigen Schwarz-Weiß-Kompositionen erzählt ein Stück persönlicher Geschichte. Die Arbeiten offenbaren, was das Leben eines jeden Porträtierten geprägt und diesem oft einen Sinn gegeben hat.
Der Band „Keine Kohle mehr“ will jedoch mehr als nur ein Stück Lebensgeschichte dokumentieren. Es stellt auch den Strukturellen Wandel einstiger Zechenlandschaften dar: Gewerbegebiete, Freizeitparks, Supermärkte und Wohnsiedlungen stehen heute an Stelle von Fördertürmen, Kokereien, qualmenden Schloten und endlosen Schienennetzen. Und nicht selten hat sich die Natur ungenutzte Flächen ehemaliger Zechenstandorte still zurückerobert.
Das Projekt „Keine Kohle mehr“ ist eine Hommage an jene Menschen, die mit ihrer Arbeit eine wesentliche Grundlage für den Industriestandort Deutschland schufen und die Region an Rhein, Emscher, Ruhr und Lippe mit ihren Werten, ihrer Mentalität und ihrem Arbeitsethos über Jahrzehnte sozial, kulturell und wirtschaftlich geprägt haben.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
9,0
Aufmachung 
 
10,0
Gesamtwertung 
 
9,0

Auf 112 Seiten stellen die beiden Fotografen Stelzmann und Ussler Industrie- und Kulturgeschichte, sowie vielfältige Charaktere vor. Eingeleitet wird das Buch nach einem Inhaltsverzeichnis durch das Vorwort von Regisseur Sönke Wortmann, der als Kind des Ruhrgebiets genau der Richtige ist, die einleitenden Worte zu schreiben. Im Anschluss stellen die beiden Fotografen ihr Projekt selbst kurz vor, bevor es dann zum eigentlichen Bildband geht.
Immer auf Doppelseiten werden Informationen zu den fotografierten Menschen dem jeweiligen
aussagekräftigen Foto gegenüber gestellt. Dabei wird die Wirkung der Fotos noch verstärkt, da die Informationen den Kontrast zwischen ‚Früher‘ und ‚Heute‘ noch weiter herausstellt.
 
Der Bildband bietet vielfältige Eindrücke, die es für den Betrachter zu entdecken gilt.
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