Deutschland schafft mich - Als ich erfuhr, dass ich doch kein Deutscher bin

Deutschland schafft mich - Als ich erfuhr, dass ich doch kein Deutscher bin

Ecke Buck   17. Mai 2020  
Deutschland schafft mich - Als ich erfuhr, dass ich doch kein Deutscher bin

Buch-Tipp

Anzahl Seiten
256
Erscheinungsjahr
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Rückentext

Von Deutschlands "Super-Vorzeige-Migranten" zum Hassobjekt der Rechten
 
Michel Abdollahi ist ein echter "Hamburger Jung" - so dachte er jedenfalls von sich. Bis die AfD in die Parlamente einzog und die gesellschaftliche Debatte radikal veränderte. Auf einmal sind Menschen mit schwarzen Haaren "Vergewaltiger" und "Kopftuchmädchen", jeder Muslim ein "Bombenleger". Zu Abdollahis Entsetzen werden solche Aussagen auch noch von einem Großteil der Medien und der demokratischen Parteien diskutiert, was erst recht dazu führt, dass sich der Hass voll entlädt.
Michel Abdollahi erzählt davon, wie ihn sein deutscher Pass und seine scheinbar vorbildliche Integration heute nicht mehr vor rassistischen Übergriffen und Beleidigungen bewahren, zeigt aber auch, dass Aufgeben keine Option ist.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
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Atmosphäre 
 
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Gesamtwertung 
 
8,0

Die Schilderungen Michel Abdollahis beginnen nach dem Prolog mit der Fragestellung "Wann ist ein Migrant ein guter Migrant?" in chronologisch aufgebauter Weise. Beginnend im Jahr 1986 staffelt sich das Buch in sechs Kapitel, die nach einer größeren Zeitspanne von 1986 bis 2014 im weiteren Verlauf jährlich bis 2019 weiter geführt werden.
Mit einer Vielzahl von Zitaten, Fußnoten und Querbezügen, die pro Kapitel jeweils mit einer Aufstellung von Anmerkungen in den jeweiligen ursprünglichen Kontext gesetzt werden, schildert Abdollahi auf 240 Seiten die Entwicklung im Umgang mit Migranten in der Gesellschaft. Dabei setzt sich der Autor kritisch mit Politik, Medien und Bevölkerung auseinander und stellt dem Leser im Epilog sein Fazit vor.
 
Ein gesellschaftkritisches Buch, das mit der chronologischen Aufstellung des eigenen Erlebens und dem Kontext der politischen und medialen Entwicklungen ein aufrüttelndes Bild zeichnet.
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