Tot ist tot, und Schnaps ist Schnaps - Kommissar Engelmanns spannendste Fälle

Tot ist tot, und Schnaps ist Schnaps - Kommissar Engelmanns spannendste Fälle Hot

Michael Brinkschulte   02. April 2014  
Tot ist tot, und Schnaps ist Schnaps - Kommissar Engelmanns spannendste Fälle

Buch-Tipp

Anzahl Seiten
253
Erscheinungsjahr

Rückentext

Kommissar Heinz Engelmann trinkt im Dienst Kognak, raucht Overstolz und fährt einen rosa-roten Panda. Zu den Tatorten stolpert er in Begleitung seiner attraktiven Assistentin, Polizeimeisterin Liesel Weppen.

Mit Engelmanns mordsmäßig verrückten Kriminalfällen entführt Sascha Gutzeit seine Leser in eine Welt, in der die Telefone noch Wählscheiben haben, rasante Verfolgungsjagden 55 km/h schnell sind und man im Polizeipräsidium Akten wälzt, anstatt zu googeln.
Die Figur des liebenswert-naiven Kommissars Engelmann, die er für sein Musiktheaterstück „Der Mörder ist immer der Täter“ erfand (und seither auch selbst auf der Bühne verkörpert), spielt nun auch die Hauptrolle in diesem Buch, für das die besten Fälle des kettenrauchenden Retro-Ermittlers zum ersten Mal aus den Kriminalarchiven ans schwarz-weiße Tageslicht geholt werden.
Hier zeigt sich Sascha Gutzeit – wie auch bei seinen Songs und Bühnenstücken – als Meister des mehrfach gezwirbelten Wortspiels und macht die Fälle zu einem herrlichen Lesevergnügen voller Leichen, Lumpen und Lachsalven.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
8,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
7,7

Auf rund 250 Seiten ermittelt Kommissar Engelmann in diesem Buch. Dabei wird keine chronologische Geschichte erzählt, sondern eine Sammlung von mehreren Kurzgeschichten geboten. Insgesamt finden sich sieben Fälle im Buch, beginnend mit ‚Achtung, Achtung‘ über ‚Der Mord zum Sonntag‘ bis hin zum letzten titelgebenden Fall ‚Tot ist tot, und Schnaps ist Schnaps‘. Alle Stories werden durch ein Foto mit Untertitel eingeleitet.

Sämtliche Fälle sind herrlich schräg und mit vielfältigen Wortspielen gespickt. Dabei kommt dem etwas älteren Leser der Vorteil zu, dass er die vielen Querbezüge auch herstellen kann, da er die Zeit der 70er und 80er miterlebt hat. Doch nicht nur aus diesen Jahrzehnten finden sich vielfältige Anknüpfungspunkte.
Wichtig bei den Geschichten um den Kommissar ist nicht nur der Sprachwitz, nein, auch die Spannung kommt nicht zu kurz, wenn Heinz Engelmann mit seiner Assistentin und der Gerichtsmedizinerin ermittelt.

Ein kurzweiliges Buch, das den richtigen Leser benötigt, der die Bezüge erkennt.

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