Die Arena Hot

Nico Steckelberg   31. Oktober 2013  
Die Arena

Buch-Tipp

Autor(en)
Anzahl Seiten
1.296
Verlag
Erscheinungsjahr

Rückentext

An einem ganz normalen schönen Herbsttag wird die Stadt Chester’s Mill plötzlich auf unerklärliche Weise durch ein unsichtbares Kraftfeld vom Rest der Welt abgeriegelt. Flugzeuge zerschellen daran und fallen als brennende Trümmer vom Himmel, einem Gärtner wird beim Herabsausen „der Kuppel“ die Hand abgehauen, Tiere werden zweigeteilt, Menschen, die gerade in Nachbarorten unterwegs sind, werden von ihren Familien getrennt, und Autos explodieren, wenn sie auf die mysteriöse Wand prallen. Es ist allen ein Rätsel, worum es sich bei dieser unsichtbaren Wand handelt, wo sie herkommt und wann - falls überhaupt - sie wieder verschwindet. Es gibt kein Entrinnen – und je mehr die Vorräte zur Neige gehen, desto stärker tobt der bestialische Kampf ums Überleben in dieser unerwünschten Arena ...

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
9,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,0

Die Idee ist simpel, ein wenig kindisch vielleicht, aber auch sehr beängstigend. Stephen King, einer der Initiatoren des modernen Horrors, stellt sich die Frage, wie Menschen in einem kleinen, abgeschlossenen Mikrokosmos agieren, nachdem sie vor eine unverständliche Aufgabe gestellt wurden.

Chester’s Mill heißt der Ort, der urplötzlich von der Außenwelt abgeschnitten ist. Eine unsichtbare Barriere hat sich wie eine Glaskuppel über die Stadt gelegt. Niemand kommt her hinein, niemand mehr heraus. Nach einer kurzen Orientierungsphase ist es wie in jeder neu formierten Gruppe: Die Machtverhältnisse pendeln sich aus. Und das ist weit gefährlicher als die unverständliche Kuppel selbst.

Wem „das mit der Kuppel über der Stadt“ bekannt vorkommt, der hat vielleicht vor einigen Jahren den Simpsons-Kinofilm gesehen. Überlegungen, inwieweit sich Stephen King und Simpsons-Erfinder Matt Groening während der Proben ihrer gemeinsamen Band „Rock Bottom Remainders“ über die Idee ausgetauscht haben, sind gewiss mannigfaltig. Dabei ist die eigentliche Idee eines „abgeschlossenen kleinen Mikrokosmos“ sicherlich noch weit älter.

Fazit: Die Idee hätten viele Autoren haben können, umgesetzt ist sie jedoch King-typisch. Mit hervorragend ausgearbeiteten Charakteren und einer ordentlichen Prise Realismus. Das macht das Buch zu einem Pageturner, selbst bei seiner enormen Dicke.

Die Verfilmung läuft derzeit unter dem Original-Titel „Under the Dome“ im TV.

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