100 Jahre Karl May im Kino

100 Jahre Karl May im Kino

Michael Brinkschulte   15. November 2020  
100 Jahre Karl May im Kino

Buch-Tipp

Anzahl Seiten
200
Erscheinungsjahr
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Rückentext

100 Jahre Karl May im Kino
Von der Stummfilmzeit bis heute
 
Karl May ist nicht nur der meistgelesene Schriftsteller deutscher Sprache, sondern mit über 25 Kinoverfilmungen auf der erfolgreichste Vorlagengeber. Beginnend mit dem ersten Stummfilm aus dem Jahr 1920, erscheinen seine Helden seit nunmehr einem Jahrhundert immer wieder auf den Kinoleinwänden. Die allseits bekannten Filme mit Pierre Brice und Lex Barker sind dabei bis heute die deutsche Filmserie der Superlative.
 
Über 200 Fotos und Abbildungen lassen eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte mit ihren vielfältigen Facetten Revue passieren. Teils noch nie veröffentlichte Werbemittel, Dokumente oder Dreharbeitenfotos geben zusammen mit den Filmbildern einen Einblick in die (filmische) Welt Karl Mays.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
8,0
Aufmachung 
 
10,0
Gesamtwertung 
 
8,7

Auf 200 Seiten Präsentiert Stefan von der Heiden einen Überblick über die Kinoverfilmungen von Karl-May Stoffen in mehr oder minder starker Orientierung am ursprünglichen Text des Autors.
Beginnend mit einem Foto Karl Mays in der Kleidung Old Shatterhands, wird das Buch darauf folgend mit einem einleitenden Text „Karl May – seit 100 Jahren auf der Kinoleinwand präsentiert“ fortgesetzt, in dem von der Heiden einen Bogen von den Anfängen der Kinofilme bis hin zur Zeichentrickumsetzung schlägt. Dabei wird auch darauf Bezug genommen, dass Karl Mays Frau Klara 1920 an der Ustad-Film beteiligt war, die die ersten Gehversuche in Sachen Kino startete.
 
Auf die Stummfilme gehen dann die kommenden Seiten des Buches näher ein und bringen dem Leser in Text und Bild eine Übersicht über die drei Filme, die 1920 und 1921 entstanden. Darauf folgt dann chronologisch der erste Tonfilm in den 30er Jahren sowie weitere Filme in den 1950ern in Farbe.
Interessant erweist sich, dass sich die ersten Filme durchweg mit Mays Orient-Abenteuern auseinandergesetzt haben. Erst in den 1960er Jahren ging es dann los mit den Abenteuern von Old Shatterhand und Winnetou, zu denen sich auch noch andere Themen gesellten und insgesamt 17 Kinofilme die Menschen unterhielten.
Hintergrundinformationen und vielfältige Fotos dieser Zeit bilden den Hauptteil des 
Buches. 
 
Auf den letzten 30 Seiten des Buches kommen Puppentrickfilm, Zeichentrickfilm sowie die filmische Auseinandersetzung mit Karl May selbst in den Blick. Natürlich bleibt auch die Persiflage „Der Schuh des Manitu“ nicht unbeachtet. 
Den Abschluss des Buches bildet die Auseinandersetzung mit der internationalen Vermarktung der Karl May Filme sowie ein Ausblick auf einen neuen Kinofilm, der im kommenden Jahr mit dem Titel „Der junge Häuptling Winnetou“ in die Kinos kommen wird. 
 
Das Buch bietet sachlich dargestellt einen interessanten Überblick, der leider direkt im ersten Kapitel die traurige Nachricht für interessierte Fans bereit hält, dass die Stummfilme heute als verschollen gelten. Bleibt die Hoffnung, dass sie irgendwann doch noch in einem Archiv auftauchen. 
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