Lindsey Stirling

Lindsey Stirling Hot

Nico Steckelberg   17. Februar 2013  
Lindsey Stirling

Musik

Interpret/Band
Veröffentlichungs- Datum
08. Februar 2013
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
8,0

„Ist das jetzt Klassik?“ werden sich viele Zuschauer von TV-Formaten wie „Das Supertalent“ fragen, wenn Sie das neue Album von Lindsey Stirling hören. Nein, ist es nicht. Es ist Popmusik. Und ein Internetphänomen. Die Mittzwanzigerin hat mit ihrem YouTube-Kanal „lindseystomp“ über 200 Millionen Klicks erzielt. Sie tanzt und spielt Violine, mal Eigenkompositionen, mal Coverstücke, und untermalt dieses Geigenspiel mit modernen Dubstep-, Electro- und Dance-Beats.

Das Ergebnis ist frisch und fein. Wenngleich es für meinen Geschmack ruhig weniger in Richtung Dancefloor und mehr in Richtung Dub oder Electro gehen dürfte, sind doch die Kompositionen prima ausgefeilt und lassen das Hauptinstrument in seinen Facetten gut zur Geltung kommen. Verschiedene Spielweisen erzeugen unterschiedliche Klangfarben, da kann man auch gern mal darüber hinwegsehen, dass Stirling nur allzu gern ihre „Wow“-Catcher-Oktav-Kaskaden anbringt. Das eigentliche Wow sind hier die schönen Akkordwechsel. Ich fühle mich an die Computerspiele-Musik der 90er-Jahre zurück erinnert, ein wenig auch an die japanische Komponistin Yuki Kajiura.

Sicherlich geht bei Lindsey Stirling auch einiges über das Auge. Deshalb ist die Musik auf CD gewiss nur die halbe Miete. Empfehlung: Gönnen Sie sich einfach mal auf YouTube was fürs Auge dazu.

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