Dark Waters

Nico Steckelberg   19. April 2019  
Dark Waters

Musik

Interpret/Band
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
6,0

Mrs. Greenbird sind wieder da. Genau, das ist die kleine aber feine Akustik-Kombo im zuckersüßen Americana-Sound, die damals mal eine Castingshow gewonnen hat. 2019 klingt die Band erwachsener, wenngleich auch die Stimme von Sängerin nach wie vor so mädchenhaft klingt wie eh und je. Das muss man mögen, ansonsten wird einem auch das neue Album „Dark Waters“ Hörprobleme bereiten. Auf jeden Fall sind die Duette sehr schön komponiert und gesungen, der folkige Americana-Sound kommt ab der Mitte des Albums wieder voll zum Tragen. Und selbst, wenn in den anfänglichen Stücken eine gewisse treibende Melancholie steckt, löst sie sich schon bald in ein positiv gestimmtes Sehnsuchtsgefühl auf. 

Die Instrumentierung ist anfangs recht innovativ für Mrs. Greenbird, mit einigen synthetischen Elementen. Fans brauchen aber nicht zu erschrecken, es gibt nach wie vor die typischen Herzschmerz-Gitarrenballaden.

„Dark Waters“ ist weniger dark als der Titel vermuten lässt. Allerdings fehlt mir ehrlich gesagt das eine oder andere Highlight. Die Kompositionen dümpeln alle auf einem anständigen Level. Doch mir fehlt der Ausbruch, das Ungezähmte. Die Songs klingen gezähmt und gezügelt. Etwas mehr Roughness täte ihnen unheimlich gut.

Trotzdem ein gutes, handgemachtes Album, das hinter seinem eigenen Potenzial zurückbleibt.
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