Zwillinge der Finsternis

Zwillinge der Finsternis Hot

Nico Steckelberg   14. März 2011  
Zwillinge der Finsternis

Rückentext

Es schneit bei 20 Grad über Null, ein riesiger Erdspalt tut sich über Nacht auf, seltsame Nebel wabern, und ein Mann lässt Flammen aus seiner Hand wachsen: Rocky Beach hat es mit dem Teufel zu tun! Das jedenfalls nimmt Peter an, als er und seine beiden Detektivkollegen in den Fall "Zwillinge der Finsternis" geraten. Zwei in Leder gebundene Bücher sollen satanische Zauberformeln enthalten. Wer sie besitzt, hat teuflische Macht. Und es gibt einige Menschen, die hinter den beiden Büchern her sind. Ein Exemplar wurde bereits gestohlen! Die drei ??? müssen ihren Widersachern schnellstens zuvorkommen, um das Schlimmste zu verhindern...

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
5,0
Atmosphäre 
 
6,0
Sprecher 
 
7,0
Soundtrack 
 
9,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
6,8

Die Zwillinge der Finsternis, das sind zwei steinalte Bücher voll mit Zaubersprüchen, vermeintlich geschrieben vom Teufel höchst persönlich. Klingt nach einer Gruselgeschichte, doch als es plötzlich mitten im Sommer anfängt zu schneien, als sich Erdspalten auftun und auch die anderen Elemente verrückt zu spielen scheinen, ist vor allem Peter klar: Hier ist tatsächlich der Teufel am Werk!

Das neue Drei ???-Hörspiel „Zwillinge der Finsternis“ fängt klassisch an: Eine Wohnungsauflösung, der Gebrauchtwarenhandel T. Jonas kommt in den Besitz der Bücher, und schon bald melden sich Interessenten. Das ist klassischer Drei ???-Stoff, den Autor Marco Sonnleitner hier wieder aufleben lässt. Schlimm ist, was sich daraus entwickelt. Selten habe ich eine so konstruierte und an den Haaren herbeigezogene Erklärungssequenz gehört. Dabei stimmt anfangs fast alles, ein richtig guter Auftakt. Aber der Schluss… Man kommt sich bei der abschließenden Szene (Stichwort: „Geistererscheinungen“) vor wie bei den Drei ??? Kids oder sogar Benjamin Blümchen. Völlig daneben, diese Art, den Täter zu überführen… bzw. zu übertölpeln!

Musikalisch ist die Folge hervorragend umgesetzt, Spannung und Atmosphäre sitzen. Die Sprecher wirken etwas ermattet, gerade zu Beginn kommen sogar die Stammsprecher nicht so recht in Fahrt. Ein stimmlich sehr alt gewordener Hans Meinhardt (alias Andreas Beurmann) als Onkel Titus und ein mehr ablesender als Spielender Martin Semmelrogge in einer Gastrolle unterstreichen die etwas farblose stimmliche Umsetzung. Thomas Fritsch macht seinen Job souverän wie immer. Joachim Pukaß, Eberhard Haar und Achim Schülke liefern ebenfalls gut ab.

Es gibt hier und da ein paar „zerrer“ bei den Sprachaufnahmen. Nicht gut, aber man kann zur Not darüber hinweg hören.

Fazit: Was die Folge herunter zieht, ist hauptsächlich die stark konstruierte Buchvorlage von Marco Sonnleitner mit dem „Die kleinen Strolche“-haften Ende.

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