Verbrechen im Nichts Hot

Nico Steckelberg   25. Februar 2018  
Verbrechen im Nichts

Rückentext

Schluss mit der Verbrecherjagd! Justus, Peter und Bob müssen ihre Sommerferien im beschaulichen Dörfchen Nothing verbringen und sind entsetzt. Der Name ist Programm: Hier passiert rein gar nichts. Auf den ersten Blick. Denn auf den zweiten birgt auch Nothing zahlreiche Geheimnisse. Schneller als es den drei ??? lieb ist, werden sie in eine Schatzsuche verstrickt und lenken die Aufmerksamkeit eines mysteriösen Verfolgers auf sich …

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
9,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,4

Das „Nichts“ als Leitmotiv zu verwenden, das funktionierte bei Michael Ende und der Unendlichen Geschichte sehr gut. Nur bei den drei ??? mit „Nichts“ aufzuwarten, ist das nicht ein bisschen zu wenig?

Konkret geht es um den beschaulichen Ort „Nothing“. Und hier passiert in der Tat recht wenig. Allerdings freunden sich Justus, Peter und Bob recht schnell mit zwei jungen Leuten an und gehen auf abenteuerliche Erkundungstour.

Ja, tatsächlich mutet der Auftakt fast schon an wie eine Folge der Fünf Freunde, allerdings kommt bei den Drei ??? eine gewisse Urbex-Atmosphäre auf, wenn sie in einem verlassenen Gebäude auf Spurensuche gehen. Also eigentlich ein recht aktueller Bezug. Ein Rästel darf natürlich auch nicht fehlen, doch das wird diesmal etwas anders übermittelt als gewohnt. Viel mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Die Folge lebt von ihrem abenteuerlichen Charme. Die Sprecher machen das prima, besonders gut hat mir hier Patrick Mölleken als einer der beiden „Sidekicks“ der drei ??? gefallen. Lobend erwähnen möchte ich auch den sehr stimmig ausgewählten Soundtrack, der die Locations in dem Ort „Nothing“ so richtig gut zur Geltung bringt.

Ob die Auflösung des Falls am Ende dann vielleicht doch ein bisschen zu viel „Die drei ??? Kids“-Charakter hat? Das ist wohl abhängig von der persönlichen Wahrnehmung des Hörers. Mir persönlich hat der Fall „Verbrechen im Nichts“ gut gefallen, eben weil er anders ist und einmal andere Wege geht. Das darf man sich ruhig mal trauen. Und damit ist unsere Eingangsfrage auch schon beantwortet. Inhaltlich ist das „Nichts“ in diesem Fall eindeutig nicht zu wenig. Es müssen nicht immer die großen Verbrechen sein, die den Stammhörer unterhalten. Manchmal ist eben der Weg das Ziel.
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