Toteninsel Hot

Nico Steckelberg   01. Oktober 2016  
Toteninsel

Rückentext

Folge A - „Das Rätsel der Sphinx“
Ein seltsames Rätsel und ein unbekannter Anrufer; die drei ??? haben alle Hände voll zu tun. Wer- oder was verbirgt sich hinter dem geheimnisvollen Namen `Sphinx´ ? Alle Fäden laufen auf der `Montana´zusammen, einem Schiff, auf dem der neueste Fall für Justus, Bob und Peter eine dramatische Wendung nimmt ...

Folge B - „Das vergessene Volk“
Dichter Urwald, ein Vulkankrater, und eine unbewohnte Insel. Peter Shaw - ganz auf sich allein gestellt - durchlebt im Dschungel einen wahren Albtraum. Wer ist das entstellte Narbengesicht, dem er urplötzlich in einer unterirdischen Höhle gegenüber steht?

Folge C - „Der Fluch der Götter“
Eine Bombendrohung, Raketenköpfe und den Tod vor Augen bringen nicht nur den ängstlichen Zweiten Detektiv gehörig ins Schwitzen. `Makatao´, die Toteninsel entpuppt sich als eine gefährliche Falle. Ein nervenaufreibender Wettlauf mit der Zeit beginnt ... 

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
9,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,8

Wer hätte gedacht, dass sich die drei ??? Box-Sets so gut verkaufen, dass sie bereits die Folge 99 erreichen. Das Gute daran ist, dass die Mathematik aufgeht: Nach 33 Dreierboxen darf man sich auf die allererste Episode der drei ??? freuen, die sich jemals auf 3 Tonträger ausdehnte. Das war ein völliges Novum, damals im Jahr 2001, und der Autor André Marx hat sich ehrfürchtig ans Werk gemacht.
 
Neu war auch, dass die drei Detektive in echte Lebensgefahr geraten – an einem abgeschiedenen Ort mit Menschen, denen sie nicht trauen können. Alles in allem erinnert der Plot von „Toteninsel“ an einen raffinierten Action-Thriller, mit Action, Abenteuer und Twists. Also allem, was irgendwie dazu gehört.
 
Die Story kommt trotz der Länge erfreulicherweise mit relativ wenigen Sprechern aus. Um nur einige wenige zu nennen: Andreas von der Meden hat wichtige Parts, sowohl als Morton und auch als Skinny Norris. Hier hat man das vor vielen Jahren begonnene Konzept der Sprechersynergie durchgezogen. Alexandra Doerk ist als Jelena wieder mit an Bord, sie war seinerzeit von André Marx als Sidekick in die Serie mit eingebracht worden. Antje Roosch hat als Dr. Stevenson einige sehr tiefgründige Dialoge mit Justus. Auch die anderen Rollen sind prima besetzt. Anna Carlsson oder Wilfried Glatzeder finden sich beispielsweise darunter.
 
Der Soundtrack ist düster geworden, sehr passend zum Stoff. Auch die Geräuschekiste darf diesmal zeigen, was sie in sich hat, geht es doch zu einem sehr exotischen Spielort. Besonders erwähnen darf man noch, dass André Marx die Kapitelnamen an Drei-???-Fälle angelehnt hat. Eine tolle Idee.
 
So hat die „Toteninsel“ auch heute, 15 Jahre nach ihrem Erscheinen, einen hohen Stellenwert in der Serie. Nicht nur, weil mit ihr die Tradition der Dreier-Folgen eingeleitet wurde, sondern weil es einfach Spaß macht, sie zu hören.
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