Das Feld beim Krähenhaus

Das Feld beim Krähenhaus Hot

Nico Steckelberg   29. Juni 2014  
Das Feld beim Krähenhaus

Rückentext

Dereks Opa Alfred möchte seiner Jugendliebe einen Überraschungsbesuch abstatten. Die einstige Kultautorin Lila Miles lebt mittlerweile zurückgezogen als Dauergast in einem abgelegenen Motel.
Doch angeblich ist Lila Miles erkrankt und verweigert jeglichen Besuch. Einzig ihre starre Silhouette am Fenster zeugt davon, dass sie überhaupt noch hier wohnt.
Auf Drängen von Alfred Ashby mieten sich Jay und Tom in der Pension ein und stoßen dort auf das Rätsel der ausgestopften Vögel.
Als die Jungen das furchtbare Verbrechen aufdecken, versuchen sie in ihrer Not, den Sheriff zu informieren ... doch der undurchschaubare Lester Perkins hat jeden ihrer Schritte lange voraus geplant ...

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
10,0
Sprecher 
 
10,0
Soundtrack 
 
10,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
9,4

Dass Volker Sassenberg ein großer Hitchcock-Fan ist, wissen wir spätestens seit unserem Hörspiegel-Studiobericht aus seinem Hörspielstudio. Die neueste Point-Whitmark-Folge ist eine einzige Hommage an Hitchcocks „Psycho“, wenngleich der Filmtitel nicht einmal fällt.

Zur Story: Dereks Opa will seine alte Jugendliebe besuchen, wird jedoch von dem seltsamen Motel-Besitzer Lester Perkins abgekanzelt. Alle Bemühungen, „Leila“ zu finden, enden in Sackgassen. Doch Perkins ist nicht der einzige seltsame Charakter, mit dem sich Jay, Tom und Derek herumschlagen müssen.

Es ist schon beachtlich , wie gut sich die Psycho-Motive in die Story einfügen. Volker Sassenberg und Andreas Gloge schaffen es mit ihrem Drehbuch, dass die eigentliche Point-Whitmark-Story sich frei entwickeln kann und nicht allein zu einer flachen Psycho-Persiflage verkommt. Sogar die klassische Duschszene wird wundervoll akustisch umgesetzt. Insbesondere die sehr bedrohliche Actionszene am Schluss ist dann noch einmal ein gut gelungener Klimax zum Ende der Folge. Humor, Spannung, Mystery und Atmosphäre halten sich wundervoll die Waage.

Die Sprecher gefallen mir hervorragend. Den Hut ziehe ich vor Volker Sassenberg, der die Figur „Lester Perkins“ kongenial umsetzt und diese Folge zu einer der besten und außergewöhnlichsten der Serie macht. Auch Horst Lampe als Alfred Ashby ist eine tolle Besetzung. Weckt warme Erinnerungen an Wolfgang Völz als „Peters Großvater“ bei den drei ???.

Der Soundtrack passt auch, hier dürfen sich Matthias Günthert und Co. einmal in Richtung Bernard Herrmann austoben, um ein paar kribbelige Psycho-Momente zu erschaffen. Die Atmos und Geräusche gehören wieder einmal zu dem besten, was die deutsche Hörspielszene zu bieten hat.

Ich bin rundum zufrieden mit dieser Folge! Ein bisschen gruselig für Kinder vielleicht, aber genau das macht doch den Reiz aus.

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