Totale Vernichtung Hot

Nico Steckelberg   17. Oktober 2012  
Totale Vernichtung

Rückentext

Im Jahr 1999 kam es im Montblanc-Tunnel zur Katastrophe: 56 Stunden wütete damals ein über 1000 Grad heißes Feuer unter dem „Aiguille du Midi“-Massiv, 39 Menschen starben, drei Jahre dauerten die Aufräumungsarbeiten. Der Berliner Hacker Georg Brand entdeckt, dass das Unglück eigentlich im Niemandsland zwischen Italien und Frankreich geschah – rechtsfreier Raum also. War es tatsächlich „nur“ ein Unglück, was damals geschah? Und was verbrannte wirklich alles in dem Höllenfeuer tief im Innern des „weißen Berges“?

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
10,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
9,0

Jetzt geht's aber ab! Mit "Totale Vernichtung" schließt die Serie Offenbarung 23 endlich wieder an alte Zeiten an. Während die erste "Rückkehr"-Folge ("Die Illuminaten") zum alten Erzählstrang mit Hacker T-Rex noch ein wenig theoretisch war, kommt nun in Folge 43 alles zurück, was die Serie ausmacht: Action, Verschwörungstheorien, Zahlenspiele, Interessen unter der Oberfläche und gefährliche Expeditionen vor Ort.

Es geht diesmal um das Feuer im Montblanc-Tunnel im Jahr 1999, bei dem 39 Menschen ums Leben kamen. Gleich zu beginn wird der Hörer szenisch in diese Situation hinein versetzt. Helmut Krauss als Erzähler switcht gleich zu Anfang in den Realitäts-Modus in dem er sich mit seinem echten Namen vorstellt und erklärt, dass im Montblanc-Tunnel echte Menschen umgekommen seien, darunter auch der Lebensretter Perlucio Tinazzi. Es gehe nicht darum, mit dem Schicksal anderer Menschen zu unterhalten. Vielmehr gehe es um Aufklärung. Danach fällt er wieder in seine Erzählerrolle zurück. Gewiss, dieses Element dient vermutlich vorrangig dazu, noch mehr Realitätsfaktor ins Hörspiel zu bringen. Denn die Szene, die nicht leichtfertig unterhalten soll, ist dafür in der Tat sehr reißerisch und actiongeladen. Aber genau das macht es doch aus, oder? Und die Eröffnungsszene ist bei weitem nicht die letzte Actionsequenz mit Muskel-Anspann-Faktor.

Mir gefällt diese Folge ganz hervorragend. Das liegt nicht nur an der interessanten Theorie, die in der Story aufgearbeitet wird, sondern auch an den Sprechern. Nolo (Marie Bierstedt) ist wieder mit in Aktion, Alexander Turrek als T-Rex kaufe ich David Nathans Sprechernachfolge voll ab. Als Gastsprecher sind wieder Jens Riewa als Nachrichtenstimme sowie Ulrike Stürzbecher und Uve Teschner mit an Bord. Super gefällt mir vor allem auch Martin Kessler, der als Synchronsprecher von Nicolas Cage und Vin Diesel hier seine Stimme im gewohnten Action-Hero-Einsatz einbringen kann.

Der Soundtrack ist hart und gut, die Mischung aus Elektronik und verzerrten Gitarren kommt richtig wuchtig! Ich freue mich, dass Jan Gaspard wieder da ist! So darf es mit der Serie gern weitergehen.

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