Im Namen des Volkes Hot

Nico Steckelberg   06. Februar 2010  
Im Namen des Volkes

Rückentext

Demokratie ist die beste Staatsform der Welt, wenn der Name auch wirklich Programm ist. Ist es nicht so, dass immer mehr Pfeiler unseres Systems ins Wanken geraten und wir wie müde Schafe verdrossen mit dem Schäfer ziehen? Würde es uns überhaupt auffallen, wenn ein Geheimdienst unseres Landes eine Kleinigkeit ändern lässt? Jede technische Neuerung schafft doch neue Arbeitsplätze und sichert zuverlässigere Ergebnisse?! Wir müssen aufwachen!

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
6,0
Atmosphäre 
 
6,0
Sprecher 
 
7,0
Soundtrack 
 
9,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
7,2

In der Folge 35 dieser Hörspielserie rund ums Thema „Verschwörungstheorien“ nimmt die Demokratie und die Regierungsbildung in der Bundesrepublik Deutschland unter die Lupe. „Im Namen des Volkes“, so der Titel. Dabei geht es zunächst um die Frage: Wählen gehen, ja / nein? Was bringt das denn? Und „alle Politiker lügen doch sowieso“. Es wird also viel mit Stammtischparolen und Klischees gearbeitet, um diese im Nachgang wieder glatt zu bügeln. Dennoch erscheint mir diese eher jugendliche Herangehensweise an ein erwachsenes Thema recht platt.

Die Sprecher wirken teilweise sehr engagiert, wie z. B. David Nathan oder Dietmar Wunder. Marie Bierstedt oder Michael Pan hingegen klingen ziemlich aufgesetzt und verkrampft in ihren Rollen. Insgesamt kann man sagen, dass bei diesem Hörspiel fast die Hälfte des deutschen Hörspiel-Who is who beteiligt ist.

Die Musik ist gut, ein wenig laut abgemischt vielleicht, aber der elektronische Sound mit harten Gitarren steht der Serie gut.

Insgesamt kommt die Folge aber nur schleppen voran und gewinnt zu keinem Zeitpunkt so richtig an Fahrt.

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