Das Schloss des weißen Lindwurms

Das Schloss des weißen Lindwurms Hot

Nico Steckelberg   26. Juli 2009  
Das Schloss des weißen Lindwurms

Rückentext

England 1860: Der junge Australier Adam Salton folgt der Einladung seines einzigen noch lebenden Verwandten nach Lesser Hill. Richard Salton hofft, dass sein Großneffe dort eines Tages sein Erbe antreten wird. Der Familiensitz liegt in einer äußerst geschichtsträchtigen Gegend, der es nicht an exzentrischen Bewohnern mangelt. Eine von ihnen ist die faszinierende Lady Arabella March…

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
8,0
Aufmachung 
 
6,0
Gesamtwertung 
 
7,8

Der junge australische Gentleman Adam Salton wird von seinem Onkel Richard eingeladen, sein Leben mit ihm auf seinem Anwesen in England zu verbringen. Adam willigt sofort ein und macht auch alsbald Bekanntschaft mit den Nachbarn. Eine Bekanntschaft, auf die er zum Teil gern verzichtet hätte. Aber er findet auch die Frau, die er heiraten möchte. Doch ihm steht mit Edgar Caswall ein Rivale gegenüber, der so gar nicht nach seinem Geschmack ist. Doch viel schlimmer ist das, was im Kellergewölbe von Lady Arabellas Schloss auf die Menschheit wartet: Ein weißer Lindwurm.

Diese Story von Bram Stoker („Dracula“) spielt im Jahr 1860. Die englischen Schlösser, Landschaften und Gemäuer werden akustisch schön in Szene gesetzt, man kann sich in der Tat ein Bild machen durch das Gehörte. Das stimmt allerdings in meinem Fall so gar nicht mit der Vampirburg auf dem Cover überein. Diese Story hat sowohl sehr antike Elemente (z.B. das Buhlen zweier Rivalen um die Gunst einer heiratswilligen Angebeteten) als auch moderne Erzählmethoden (ein furioses, actionreiches und spannendes Ende). Das macht „Das Schloss des weißen Lindwurms“ zu einer richtig guten Folge des Gruselkabinetts. (Übrigens: Fans der Serie „Die Schwarze Sonne“ von Lausch werden die eine oder andere Parallele finden.)

Auch die Sprecher können auf ganzer Linie überzeugen. David Nathan ist hier in einer Nebendarstellerrolle als Fiesling zu hören, ansonsten werden eher Sprecher eingesetzt, die man noch nicht aus Hauptrollen kennt, die jedoch eine hervorragende Leistung abgeben.

Die Musik passt auch wieder viel besser als bei der letzten Folge („Die obere Koje“). Vor allem die Chor-Elemente vermitteln die notwendige Dramatik und machen atmosphärisch Druck.

Ein schauriges Gruselvergnügen. Für alle Fans von Grusel-Klassikern.

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