Nach Notat zu Bett: Heinz Strunks Intimschatulle

Nach Notat zu Bett: Heinz Strunks Intimschatulle Neu

Michael Brinkschulte   30. November 2019  
Nach Notat zu Bett: Heinz Strunks Intimschatulle

Hörbuch

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Rückentext

Drei Jahre lang hat Heinz Strunk öffentlich Tagebuch geschrieben, in der Titanic, es fing an als eine Art Parodie auf Diarien bedeutungsvoller Schriftsteller ("Nachmittags eine Gabe von Thee"), entwickelte jedoch bald ein ganz eigenes Leben in einem weiten Feld zwischen unernster Figurenrede, Kurzessayistik, Aphorismus, Quatsch, Trübsinn und auch nicht wenig Tiefsinn. Aus dieser Kolumne ist nun ein Hörbuch geworden.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
5,0
Atmosphäre 
 
6,0
Sprecher 
 
7,0
Aufmachung 
 
--
Gesamtwertung 
 
6,0

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
 
Die Lesung des als Download erhältlichen Hörbuches erfolgt durch den Autor selbst, der sich durch schnelles Lesetempo und zuweilen auch Lachen über die eigenen verbalen Ergüsse auszeichnet. Durch gezielt eingesetztes Stimmspiel betont Heinz Strunk einzelne Passagen besonders und stellt diese heraus.
 
 
Resümee:
 
Heinz Strunk hat in der Vergangenheit eine ganze Reihe von Büchern veröffentlicht, die gut angekommen sind und thematisch unterschiedlich angelegt waren. Das vorliegende Hörbuch stellt die Vertonung von Tagebucheintragungen dar, die eine Mischung aus Parodie und der Aufzählung von schrägen Gedanken, Handlungen und sonstigen Banalitäten auswalzt. Die Einbindung von Wiederholungen, wie die schon zu Beginn mehrfach auftauchende Person des Schauspielers Helmut Zierl machen das nett vorgetragene Tagebuch nicht besser.
 
In kleinen Etappen in der Titanic mag es sich aushalten lassen und auch zum Teil unterhalten. Als Lesung mit rund sieben Stunden Spielzeit wirkt das Ganze als überzogenes Gesamtkonstrukt, das nur Hardcore-Fans des Autors wirklich interessant finden werden. Strunk hat schon deutlich bessere Bücher veröffentlicht und selbst vorgetragen.
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