Die lasterhaften Lieder und Balladen von Francois Villon

Die lasterhaften Lieder und Balladen von Francois Villon Hot

Michael Brinkschulte   06. Juni 2017  
Die lasterhaften Lieder und Balladen von Francois Villon

Hörbuch

Untertitel
Deutsche Nachdichtung von Paul Zech gesprochen von Claudia Dylla - musikalische Begleitung von Steffen Sauer
Autor(en) oder Hrsg.
Verlag
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Format
CD
Anzahl Medien
1
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Rückentext

Francois Villon
 
Der Rebell, Verführer, Provokateur und Abenteurer hinterließ ein lyrisches Werk von abgründiger Fülle, welches die Nachwelt fesselt und berauscht. Selten hat ein Dichter die Spannung zwischen exzessiver Lust und seelischem Leiden zwischen gesellschaftlichem Zeitgeist und individueller Entfaltung drastischer erzählt.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
10,0
Sprecher 
 
10,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
9,0

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
 
Die Sängerin und Schauspielerin Claudia Dylla widmet sich in diesem Hörwerk den Texten von Francois Villon. Begleitet wird sie dabei vom Musiker Steffen Sauer, der als Schlagzeuger und Percussionist mit Geräuschen, sowie als Keyboarder und mit Glockenspiel die Texte unterstützt. Zuweilen ist auch eine Drehleier zu hören, die von Claudia Dylla selbst eingebracht wird.
Mit intensivem Stimmeinsatz inszeniert die Sprecherin Villons Texte und baut damit jeweils eine unterschiedliche mitreißende Atmosphäre auf.
 
Das beiliegende Booklet bietet im Innern Fotos der beiden Künstler. Auf der Booklet-Rückseite ist die Aufstellung de 20 Texte Villons abgedruckt.
 
 
Resümee/Abschlussbewertung:
 
Wer sich Francois Villon, dem französischen Nationaldichter, annähert, kann dies im französischen Original tun, oder in Form einer Übersetzung. Eine der wohl bekanntesten Übertragungen in die deutsche Sprache hat Paul Zech als Nachdichtung im Jahr 1931 veröffentlicht. Er eckte damals aufgrund der derben Sprache an und wurde dafür kritisiert dem ursprünglichen Text Villons weitere Texte hinzugefügt zu haben. So auch einen der bekanntesten Texte der Sammlung (Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund), der zwar in Stile Villons geschrieben wurde, aber nicht aus dessen Feder stammt. Auf dieser CD taucht eben dieser Text nicht auf.
 
Zwanzig Texte sind auf dieser CD versammelt, darunter natürlich auch, nicht zuletzt die auch durch die Interpretation Klaus Kinsks bekannt ‚Sommerballade von der armen Luise‘. Gerade Kinski war es auch, der Zechs Villon in Deutschland in der Mitte des letzten Jahrhunderts bekannt machte.
 
Claudia Dylla, die das Villon-Programm ursprünglich auf die Bühne brachte, hat nun mit Steffen Sauer eine Audio-Fassung eingespielt, die die Atmosphäre einer Bühnenperformance gelungen einfängt und die Texte in intensiver Weise darbietet. Eine literarische Vertonung, die zu fesseln weiß.
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