Vanitas

Christine Rubel   22. März 2019  
Vanitas

Hörbuch

Untertitel
Schwarz wie Erde
aus der Reihe
Autor(en) oder Hrsg.
Sprecher
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
6
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Rückentext

Immer, wenn die Angst zurückkehrt, sehe ich mir Fotos von meiner eigenen Beerdigung an.
Auf dem Wiener Zentralfriedhof ist die Blumenhändlerin Carolin ein so gewohnter Anblick, dass sie beinahe unsichtbar ist. Ebenso wie die Botschaften, die sie mit ihren Auftraggebern austauscht, verschlüsselt in der Sprache der Blumen - denn ihre größte Angst ist es, gefunden zu werden. Noch vor einem Jahr war Carolins Name ein anderer; damals war sie als Polizeispitzel einer der brutalsten Banden des organisierten Verbrechens auf der Spur. Kaum jemand weiß, dass sie ihren letzten Einsatz überlebt hat. Doch dann erhält sie einen Blumengruß, der sie zu einem neuen Fall nach München ruft - und der sie fürchten lässt, dass sie ihren eigenen Tod bald ein zweites Mal erleben könnte...

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
6,0
Atmosphäre 
 
6,0
Sprecher 
 
9,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
7,3

Wenn man schon für tot gehalten wird, ist ein Friedhof ein wirklich gutes Versteck. Doch bald ist Carolins zerbrechliche Sicherheit gefährdet. Sie ist auf der Flucht, doch nun soll sie aus ihrem Versteck auf dem Wiener Zentralfriedhof kommen, um merkwürdigen Todesfällen in der Baubranche auf die Spur zu kommen. Was wie ein leichter Job aussieht, wird zum gefährlichen Spiel. Denn das Umfeld der jungen Frau, mit der sie sich anfreunden soll, ist kompliziert – und alles andere als harmlos.
Der Auftakt der neuen Serie von Ursula Poznanski wirkt nicht wie der erste Band. Die Protagonistin Carolin, aus ihrer Sicht wird die Story erzählt, ist auf der Flucht. Jemand ist hinter ihr her und sie ist in einer Art Zeugenschutzprogramm. Da nur langsam und bruchstückhaft herauskommt, was eigentlich vorher passiert ist, war ich etwas irritiert. Der Klappentext verrät immerhin, dass sie Polizeispitzel war. Allerdings wird nie klar, was sie eigentlich ist. Mehrere Sprünge in der autorisierten Lesung machen es nicht einfach, der Handlung zu folgen. Trotz einiger Leichen weist der Spannungsbogen deutliche Längen auf. Da habe ich schon Besseres der Autorin gelesen. Ein Highlight ist auf jeden Fall Luise Helm, die Carolin ihre ausdrucksstarke Stimme leiht und die Lesung aufwertet. Steigerungsfähig.
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