Prey - Deine Tage sind gezählt

Prey - Deine Tage sind gezählt Hot

Michael Brinkschulte   02. Oktober 2016  
Prey - Deine Tage sind gezählt

Hörbuch

Untertitel
Ein Fall für Jefferson Winter
Autor(en) oder Hrsg.
Erscheinungsjahr
Format
MP3-CD
Anzahl Medien
2
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Rückentext

Ein neuer Fall für Jefferson Winter
 
Der Profiler Jefferson Winter hat gerade einen Auftrag zu Ende gebracht: Mit seinem besonderen Gespür für Psychopathen konnte er einen Mörder, der ganz New York in Angst und Schrecken versetzt hatte, fassen. Bevor Winter für seinen neuen Fall am Morgen nach Paris abreist, will er in einem Diner noch etwas essen. Es ist zwei Uhr nachts, der einzige andere Gast ist eine platinblonde Frau mit Lederjacke. Als Winters Essen serviert wird, ersticht sie vor seinen Augen den Koch. Danach geht sie seelenruhig davon. Eine Provokation, die Winter keinesfalls ignorieren kann: Paris muss warten. Das „Spiel“ ist eröffnet.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
5,0
Atmosphäre 
 
7,0
Sprecher 
 
9,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
7,0

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
 
Die ungekürzte Lesung des dritten Romans um den Protagonisten Jefferson Winter füllt zwei MP3-CDs, die in einem Digipack stecken. Dietmar Wunder liest diesen Thriller und gibt durch seine gut eingesetzte Betonung und das ausgefeilte Stimmspiel eine gelungene Vorstellung ab.
Die Covergestaltung zeigt einen Blickfang aus Titel, Messerspitze und Blutflecken, der den Hörer aufmerksam macht und in gewisser Weise zum Inhalt des Hörbuches bzw. dessen Startsequenz hinführt.
 
 
Resümee:
 
Jefferson Winter ermittelt wieder, das ist für Fans des Profilers zunächst einmal eine gute Nachricht und verführt dazu, die erste CD schnell in den Player zu legen. Und schon geht es los. Winter sitzt nach dem Ende des letzten Falles in einem Diner und will eigentlich nur kurz etwas essen, bevor es weiter geht’s in Richtung Frankreich, wo seine Hilfe gefragt ist. Doch zu dieser Reise wird es in diesem Hörbuch nicht mehr kommen, denn schon im Diner lauert der nächste Tatort. Direkt am Tisch von Jefferson Winter ereignet sich ein Mord.
 
Und schon in dieser Sequenz wird dem Hörer deutlich, dass Autor James Carol ein wenig über das Ziel hinaus schießt, wenn er Winter, nachdem dieser die Verfolgung der Mörderin an der Tür des Lokals abgebrochen hat, seelenruhig die Polizei anrufen und anschließend neben der Leiche weiter essen lässt. Eine krude Situation, die hier geschildert wird stellt den Protagonisten Winter in ein Licht, das gänzlich von den Erwartungen an einen Ermittler ablenkt. Und diese Situation zieht sich über ein weiteres Kapitel, bis sich dann endlich doch noch der erwartete Schritt in Richtung Verfolgung der Täterin einstellt. Diese verläuft dann auch zielführend und durch weitere Tote gelenkt, denn die Täterin will gefasst werden, legt ‚Brotkrumen‘ aus, um Winter zu locken. Soweit so gut. Doch der Verlauf plätschert ohne wirklich spannende Wendungen einfach so dahin. Einzig durch die Lesung Dietmar Wunders wird eine gute Atmosphäre geschaffen, die den Hörer bei der Stange hält. 
 
Alles in allem ein Fall, der kaum wirklich spannende Reize hat, an einzelnen Stellen irreal erscheint und am Ende mit einer klar definierten Option einer Fortsetzung aufwartet. 
In der bisherigen Reihe um Jefferson Winter ganz klar der schwächste Fall. Bleibt zu hoffen, dass sich der Autor wieder fängt und dem nächsten Fall wieder mehr Tiefe verpasst.
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