Der Geiger Hot

Michael Brinkschulte   19. Dezember 2019  
Der Geiger

Hörbuch

Untertitel
Der Roman der Trägerin des Deutschen Krimipreises!
Autor(en) oder Hrsg.
Verlag
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
7
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Rückentext

Auf der KrimiZeit-Bestenliste!!!
 
Inhalt:
In einer Nacht im Mai 1948 verliert der begnadete Geiger Ilja Grenko seine beiden wertvollsten Schätze: seine Familie und seine Stradivari. Erst dem eigensinnigen Sascha Grenko, Iljas Enkel, wird es viele Jahrzehnte später gelingen, Licht in das grausame Geschehen von damals zu bringen. Doch der Preis dafür ist hoch…
 
Die Autorin:
Mechtild Borrmann lebt in Bielefeld. Ihre Krimis, die im Niederrheinischen spielen, werden von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen. Ihr Roman „Wer das Schweigen bricht“ (ebenfalls ein ZYX Hörbuch) wurde mit dem Deutschen Krimi Preis 2012 ausgezeichnet.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
8,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
7,8

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
 
Nina Goldberg liest dieses Hörbuch in ungekürzter Fassung. Der Vortrag fällt gelungen aus und unterhält den Hörer bis zum Ende der rund 450 Minuten Spielzeit. Die sieben CDs, die die Lesung beinhalten, sind in einer Kunststoff-Box untergebracht. Sie stecken auf einer Spindel, was für den Hörer beim CD-Wechsel bedeutet, dass er die vorherigen CDs immer wieder abnehmen muss. Ein Booklet gibt es nicht, dafür sind Informationen auf der Rückseite des Covers abgedruckt. Diese Informationen sind jedoch nur zu lesen, wenn man das Cover aus der Hülle heraus nimmt, da die Kunststoffbox milchig angelegt ist, wodurch ein lesen durch die Hülle erschwert wird.
An Informationen werden die Trackliste, ein Personenregister, ein Glossar und weitere Informationen geboten, die in kleiner Schrift vorzufinden sind.
 
 
Resümee:
 
Die Geschichte um den titelgebenden Geiger erweist sich als Mischung aus Krimi, Historien-Roman und Familiengeschichte. So wird aus verschiedenen Zeitebenen berichtet welche Geschehnisse dem Protagonisten wiederfahren sind, was dessen Familie erdulden musste und was Jahrzehnte später geschieht, als Sascha Grenko der Vergangenheit nachzuspüren beginnt. Dabei kommt er seinem Großvater auf die Spur, der 20 Jahre lang in einem Arbeitslager verbracht hat, ohne dass er zuvor von einem Gericht verurteilt worden ist. Und auch die Stradivari wird gefunden.
 
So ist ein durchaus interessantes Buch entstanden, das dem Hörer an verschiedene Schauplätze mitnimmt und historische Fakten mit Fiktion verbindet.
 
Die Lesung verlangt vom Hörer aufmerksames Zuhören, da sich eine ganze Reihe von russischen Begriffen finden, die zum Teil im Glossar näher erklärt werden. Zudem sind die Zeitsprünge zu berücksichtigen.
 
Insgesamt ein solider Roman, der deutlich weniger von einem Krimi aufweist, als das Frontcover mit dem Untertitel „Kriminalroman“ suggeriert. Eher ein historisches Familiendrama.
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