Die Spur der Füchse Hot

Nico Steckelberg   05. Mai 2009  
Die Spur der Füchse

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
4

Rückentext

Binnen weniger Stunden in London: Ein dreister Millionenraub wird verübt, ein hoher Politiker begeht einen Selbstmordversuch, ein Großkonzern wird in letzter Minute vor dem Konkurs gerettet und ein Unterweltboss erlebt ein blutiges Fiasko. Als ein junger Reporter dieses Netzwerk entwirrt, wird er zum Schweigen gebracht. Denn selbst die Presse ist nur eine Figur in einem genialen Plan.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
5,0
Atmosphäre 
 
6,0
Sprecher 
 
7,0
Aufmachung 
 
5,0
Gesamtwertung 
 
5,8

Ein Politiker wird mit Hilfe einer Prostituierten erpresst und begeht einen Selbstmordversuch. Der Erpresser will nur eine Information von ihm: Welches Unternehmen die in Kürze zu vergebenden Ölbohrrechte erhält. Die Frau des Firmeninhabers, der die Rechte erhalten soll, geht fremd. Eine brutale Bande plant und führt einen Geldtransporter-Überfall durch, dabei wird einer der Räuber schwer verletzt. Und inmitten der Verflechtungen sitzt ein Presseteam, das auf der Jagd nach herausragenden Storys zwischen Wahr und Falsch und zwischen Ruhm und Moral unterscheiden muss. Am Ende führen alle Fäden zusammen.

Was auf den ersten Blick ganz interessant klingt, verläuft sich schon schnell in einen durchschaubaren Plot, der nur wenige Überraschungseffekte aufweisen kann. Wirklich spannend oder bedrohlich wird es leider zu keinem Zeitpunkt. Hinzu kommt die stellenweise obsolet wirkende Sprache bzw. Übersetzung.

Der Sprecher, Gerhart Hinze, hält ein angenehmes Erzähltempo. Aber auch er kann nicht so recht zur Spannung beitragen. Insbesondere bei den weiblichen Rollen verstellt er seine Stimme sehr stark, ändert die Betonung entweder in einen verletzlichen oder „zickigen“ Stil, was viele weibliche Charaktere in diesem Hörbuch sehr eindimensional wirken lässt.

Auch wenn Ken Follett zu den erfolgreichsten zeitgenössischen Autoren der Unterhaltungsliteratur zählt, so ist „Die Spur der Füchse“ gerade einmal Durchschnittskost für Krimi- und Thrillerfans. Der Hörbuchmarkt bietet weitaus bessere Geschichten und Umsetzungen. Verglichen mit Thrillerautoren wie Jean-Christophe Grangé oder Dan Brown kann Folletts „Spur der Füchse“ nicht einmal ein annäherndes Erzähltempo aufbauen. Und sogar im direkten Vergleich zu Jacques Berndorfs Eifel-Krimis (also guter, deutscher Regional-Krimikost) macht Folletts international verkaufte Story mit ihren flachen und fahlen Charakteren eine schlechte Figur. Vollends überzeugen kann nur der sehr günstige Preis von 12,00 EUR.

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