Boese Tagebücher Hot

Nico Steckelberg   17. Februar 2009  
Boese Tagebücher

Hörbuch

Untertitel
Unaussprechlich peinlich!
Autor(en) oder Hrsg.
Sprecher
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
3

Rückentext

Mirja Boes hat ihre Tagebücher ausgekramt und offenbart dem Hörer, was damals im zarten Alter von 13 Jahren wirklich geschah und was eigentlich unaussprechlich und unerhört peinlich war und ist. Sie berichtet über Hormonstau, Pickel und Zungenküsse. Über das erste Date mit dem Traumtypen und darüber, wie es ist, sich im Frottee-Pyjama in die erste Reihe internationaler Popstars im Kinderzimmer zu performen. Unaussprechlich und unerhört... Und das Schlimmste: Es hat sich bis heute nicht viel verändert...

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
6,0
Atmosphäre 
 
7,0
Sprecher 
 
9,0
Aufmachung 
 
5,0
Gesamtwertung 
 
6,8

Im letzten Jahr räumte Charlotte Roche mit ihren „Feuchtgebieten“ auf dem Buch- und Hörbuchmarkt mächtig ab. Nun traut sich auch die Schauspielerin, Entertainerin und Comedy-Star Mirja Boes an ein eigenes Buch heran, das mit autobiografischen Elementen und peinlichen Situationen aufwartet.

Zugegeben – so ekelig wie bei Frau Roche ist es nicht. Und auch nicht so pseudo-pornografisch. Mirja Boes schreibt darüber, wie sie auf der Suche nach Ideen für ihr Buch/Hörbuch auf dem Dachboden ihrer Eltern ihre alten Tagebücher wieder entdeckt. Und aus den Geschichten von damals, die nun wieder in vollem Glanz erstrahlen, häkelt sich Mirja Boes ihre Kapitel.

Dabei will der zündende Funke nicht durchgehend erhalten bleiben. Teilweise einfach zu unspektakulär sind die Geschichten, als dass man sie nicht auch an anderer Stelle gesehen / gehört / miterlebt hätte. Wo Roche überzeichnet und provoziert bleibt Boes auf dem Boden und bringt wenig Knaller-Effekte.

Natürlich ist es amüsant die peinlichen Momente aus der Pubertät eines Promis zu hören, und dann auch noch als Autorenlesung. Und natürlich kann man sich mit vielen Geschichten identifizieren. Und auf jeden Fall habe ich oft geschmunzelt. Gelacht habe ich auch, aber eben nur halb so viel wie beispielsweise bei Tommy Jauds Hörbüchern. Vielleicht liegt das daran, dass ich ein männlicher Hörer bin. Glaube ich aber nicht.

„Boese Tagebücher“ ist ein unterhaltsames Hörbuch für Zwischendurch, ohne große Höhepunkte, aber auch ohne große Schwachpunkte. Eine nette Sache, lustig, manchmal albern, aber unterm Strich recht unterhaltsam. Das liegt vor allem daran, dass Mirja Boes ihr Hörbuch selbst liest. Und das ist sehr putzig! ;-)

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