Geistergeschichten aus Japan

Geistergeschichten aus Japan

Michael Brinkschulte   05. Januar 2021  
Geistergeschichten aus Japan

Rückentext

„Geist, Gespenst: äußeres Zeichen eines inneren Schreckens.“
 
Ambrose Bierce,
Wörterbuch des Teufels, 1906

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
9,0
Sprecher 
 
8,0
Aufmachung 
 
9,0
Gesamtwertung 
 
8,3

Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
 
Die beiden CDs, die sich hinter dem markanten Coverartwork von Benjamin Lacombe verbergen, bieten insgesamt zwölf Geistergeschichten aus Japan. Vorgetragen werden die Geschichten von neun unterschiedlichen Stimmen, die jeweils andere Nuancen in Betonung und Ausdruck mitbringen und dadurch jeder Geschichte eine andere Grundstimmung mitgeben.
Den beiden CDs liegt ein Booklet bei, das zu jeder einzelnen Geschichte kurze Informationen bzw. Begriffserklärungen bereit hält. Leider wurden für die Gestaltung des Booklets keine weiteren der in der Buchausgabe vorhandenen Bilder übernommen.
 
 
Resümee/Abschlussbewertung:
 
Ohne einen aussagekräftigen Rückentext, muss sich der Hörer hier auf sein Gefühl verlassen, denn erst im Innern des Digipacks wird deutlich, dass es sich um 12 Geschichten handelt, die geboten werden.
 
Gleichmäßig auf beide CDs verteilt sind die folgenden Geschichten im Programm: 
 
1. Urashima Taro
2. Der Junge, der Katzen zeichnete
3. Ikiryo – Der Porzellanladen, der vom Hass verwunschen war
4. Auf dem Berg der Menschenschädel
5. Ingwa-Banashi – Wirkung eines bösen Karmas
6. Rokuro-Kubi – Das Gespenst mit dem abgetrennten Kopf
7. Iro-Norisuke – Die Legende der Koto-Spielerinnen
8. Die Botschaft der Fliege
9. Yuki-Onna – Die Schneefrau
10. Mujina – Das gesichtslose Gespenst
11. Die Legende von Yurei-Daki
12. Der Fall Chugoro
 
Die in dieser Sammlung gebotenen japanischen Geistergeschichten fallen mal gruselig düster, mal mystisch und stellenweise auch recht brutal aus. Der asiatische Grusel ist zudem vielfach an religiöse und kulturelle Hintergründe gekoppelt, auf die sich der Hörer einstellen muss.
Ein Hörbuch, das deutlich macht, dass Grusel interkulturell funktioniert.
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