Wachstum gestalten: Wie Coca Cola Größe mit Wendigkeit verbindet

Wachstum gestalten: Wie Coca Cola Größe mit Wendigkeit verbindet Hot

Tobias Richwien   11. Januar 2017  
Wachstum gestalten: Wie Coca Cola Größe mit Wendigkeit verbindet

Buch-Tipp

Anzahl Seiten
240
Erscheinungsjahr
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Rückentext

Wie schafft es eine seit hundert Jahren bestehende globale Marke, relevant zu bleiben? Die Grundzutaten dafür sind lineares Wachstum und Wendigkeit. Und genau davon handelt dieses Buch. Davon, wie die Coca-Cola Company das Mittel der Gestaltung und des Designs nutzt, um zu wachsen. Und wie jedes andere Unternehmen – ganz gleich wie groß, aus welcher Branche oder an welchem Ort – es dem Getränkehersteller gleichtun kann.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
6,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
6,7

Seit ein paar Monaten habe ich beruflich intensiv mit dem Konzern Coca Cola zu tun. Neben dem Titel, „Wachstum gestalten – Wie Coca Cola Größe mit Wendigkeit verbindet“, ein Grund mehr für mich sehr gespannt auf die deutsche Übersetzung des in den USA erschienenen Buches zu sein.
 Ein Buch, geschrieben von einem langjährigen Top-Manager im betroffenen Konzern sowie einer preisgekrönten Redakteurin, die uns, den Lesern, ja jedem auf der Welt erläutern wollen, was Coca Cola als Unternehmen in seiner über hundertjährigen Geschichte so alles richtig gemacht hat. Und natürlich sollen wir ganz einfach verstehen wie die Formel für den Erfolg lautet, denn das ist ja eine der wichtigsten Schlussfolgerungen derartiger Literatur vornehmlich aus den USA: „Du kannst das auch.“
 Das wesentliche Kernthema im Buch ist Design. Nicht einfach das Produktdesign, was sich ja tatsächlich wie kein anderes auf der gesamten Welt unauslöschlich in das Menschengedächtnis gebrannt hat. Vielmehr wird Design als ultimative Methode zur ständigen Veränderung und damit verbunden zu permanentem Wachstum beschrieben.
 Hier werden eindrucksvolle Beispiele aus der Unternehmensgeschichte erzählt, die sich um verschiedenste geschäftliche Belange drehen. So geht es nicht nur um die Expansion im Marktsegment der Erfrischungsgetränke, sondern auch um die Gestaltung von Lieferketten, Zusatzdienstleistungen oder Vertriebskonzepten. Dabei kann man sich sehr gut inspirieren lassen, aus meiner Sicht besonders in der Situation als Start-up. Denn im Grunde lässt sich der inhaltliche Wert des Buches drastisch reduzieren auf: „Design ist alles. Design ist der Anfang jeder Produktidee.“.
 Dass es sich bei dem Buch nicht um an Hochschulen gebräuchliche Fachliteratur handelt, sollte allerdings auch klargestellt werden. Irgendwie klischeeerfüllend für Amerikanische Marketingveröffentlichungen wiederholen sich viele Aussagen und Passagen, so dass man bequem ein Viertel des Textes kürzen könnte ohne den Inhalt zu beschneiden. Ein weiteres Manko sehe ich in der mäßig gelungenen Übersetzung aus dem Amerikanischen. Hier muss man schon den akademischen Maßstab ansetzen, da sonst wie passiert einige Fachbegriffe falsch verwendet oder schlecht übersetzt werden und so dem Kontext kein Gutes tun.
 Zusammengefasst eine unterhaltsame und interessante Lektüre mit Potential zu einigen Denkanstößen, jedoch ohne dauerhaften Eindruck und Scharfsinn.
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