Tales from the Grave

Tales from the Grave Hot

Markus Skroch   14. Mai 2010  
Tales from the Grave

Musik

Interpret/Band
Veröffentlichungs- Datum
30. Mai 2010
Format
CD
Anzahl Medien
1

Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
7,0

Die Spanische Band Mistweaver existiert seit 1997 und begann mit einer Mischung aus Doom und Death Metal. "Tales from the Grave" ist das erste Album, das ich von der Band höre, und ich kann schonmal sagen, dass in den vergangenen Jahren der Stil auf jeden Fall über viel Melodie erweitert worden sein muss. Zwar ist die Stimme des Sängers dem Death Metal-Bereich zuzuordnen, aber die Musik hat nicht nur wegen der vielen Keyboards schon fast Melodic Metal-Charakter.

Das Intro "Fairytale" ist wirklich sehr schön, und mit "Sons of Darkness" folgt eine flotte Metal Nummer, die Lust auf mehr macht. Auch die darauf folgenden Songs bieten interessante Lead-Gitarren-Parts und Keyboard-Teppiche.

Also musikalisch nicht viel auszusetzen, aber ich kann einfach nicht über das grausisge Cover und die kitschigen Songtitel hinwegsehen. "Voices from the Grave", "666 - The Call", "Siren of Hellish Seas"....das klingt wie eine neue "Drei ???"-Folge, und verbreitet eher wenig Angst und Schrecken. Die gesamte Aufmachung der CD ist wirklich verbesserungswürdig, denn der erste Eindruck zählt ja bekanntlich. Wirklich schade, weil die Band sich ja produktionstechnisch mit Andy Laroque (Aufnahme und Mischung), und Mike Jussila (Mastering) richtige Profis rangeholt hat. Leider habe ich auch von Andy Laroque schon bessere Mischungen gehört. Vor allem die sehr laut gemischte Bassdrum fügt sich nicht so recht in die Mischung ein, und geht einem nach einer Weile auf den Zeiger. Aber wer weiß, wieviel Zeit zur Verfügung stand...

Mistweaver sind jedenfalls auf dem richtigen Weg, und könnten mit ein wenig Schliff bestimmt aufsteigen und zu größeren Bands der Szene aufschließen. Amorphis und Crematory-Fans sollten schon mal reinhören.

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