Kreaturen der Nacht

Nico Steckelberg   01. August 2021  
Kreaturen der Nacht

Rückentext

Eine Hexe stiehlt Justus‘ Geldbörse und ein Sensenmann bricht im Trödelladen ein. Genau dieselben Kostüme trägt auch die Hip-Hop-Gruppe „FMTM“. Nur ein Zufall?

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
6,0
Atmosphäre 
 
7,0
Sprecher 
 
7,0
Soundtrack 
 
8,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
7,0

Slipknot-Fieber in Rocky Beach. Obwohl, das stimmt nicht so ganz, denn es geht hier nicht um Metal, sondern um Hip Hop. Genauer genommen: Bei einem Hip Hop-Contest, bei dem auch Bob Andrews für seinen Chef Sax Sandler nach Nachwuchsbands recherchiert. Gleich nebenan: Ein Trödelmarkt, bei dem verkleidete Kreaturen - eine Hexe, ein Werwolf und ein Horrorclown - Gegenstände stehlen. Ist es nur Zufall, dass die Hip Hop Band “FMTM” genau solche Halloween-Masken trägt? Und - na klar - die Band sitzt auch in der Jury des Hip Hop Contests. Sind sie die Diebe auf dem Markt?

Allein die Zusammenfassung des Plots fällt enorm schwer. Alles wirkt konstruiert, jedes Motiv wirkt kreativ erzwungen. Dabei ist das Setting gut, und die erste Szene der Folge lässt richtig viel Atmosphäre entstehen, erinnert sie an Klassiker-Folgen wie “Die schwarze Katze” oder “Der Super-Papagei”. Aber unterm Strich klingen die “Kreaturen der Nacht” eher nach einer “Die drei ??? Kids”-Folge als nach einem Fall der das Stammpublikum unterhalten soll.

Sprecher und Musik sind gut gewählt, das Sprecherpaar Douglas Welbat und Katja Brügger geben hier das Ehepaar Murphy. Und wenn dann noch die Nachbarin namens Wanda Waffle, gesprochen von Anja Topf, hinzu kommt, klingt fast wie aus einer Cartoon-Synchronisation. Schwer erträglich, wenn man etwas ernsthaftere Folgen à la “Stimmen aus dem Nichts” daneben hält.
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