Geiselnahme im Villenviertel

Geiselnahme im Villenviertel

Nico Steckelberg   14. September 2019  
Geiselnahme im Villenviertel

Rückentext

Klößchen will eigentlich nur sein Taschengeld von seinem Schulkonto abheben, um seine Freunde Tim, Karl und Gaby zu einem Eis einzuladen. Aber genau in diesem Augenblick wird die kleine Filiale der Taunitz-Privatbank Schauplatz eines Raubüberfalls. Die Verbrecher wollen nicht nur schnelles Geld - sie nehmen Geiseln und erpressen Lösegeld. Bald ist die Bank umstellt von unzähligen Polizisten. Es sind bange Minuten in der Filiale für TKKG, und das ist erst der Anfang eines gefährlichen Falls.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
9,0
Soundtrack 
 
8,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
7,8

Nachdem die TKKG-Freunde vor über 30 Jahren „Das Geiseldrama“ durch die Terrororganisation „Brigade Staatsfeind“ noch mal soeben glimpflich überstanden haben, werden sie erneut die Opfer einer Geiselnahme. Diesmal in einer Bank. Allerdings sind die Täter eher seltsam. Einer von ihnen ist extrem höflich. Und dann wollen sie mit einem Hubschrauber flüchten, was äußerst ungewöhnlich erscheint. Kommissar Glockner tritt in Verhandlung mit den Bankräubern, und es gelingt, die Geiseln zu befreien. Doch die Täter sind verschwunden. Und mit ihnen: Tim!

Zunächst nimmt dieser Fall nur langsam Fahrt auf, aber durch relative viele Story Twists kommt doch eine Langzeitspannung auf.  Schön, dass Wolfgang Draeger als Kommissar so lange Sprechpassagen hat. Er spielt eine der wichtigsten Rollen in diesem Fall.

Sprecher und Musik sind wieder einmal gut ausgewählt vom Tonstudio Europa. Es gibt zahlreiche Nebenrollen, die durch die unterschiedlichen Stimmfärbungen gut nachvollziehbar und differenziert bleiben.

Eine gute Folge, die aber nicht an die Intensität des „Geiseldramas“ heranreicht. Was mit Sicherheit aber auch nicht das Ziel der Macher war. Denn Folge 211 ist deutlich kindgerechter und verursacht keine Panikzustände bei jungen Hörern. Ruhig mal hören, auch wenn die klassischen Stereotype wieder ordentlich bedient werden.

Auf dem Cover sieht man irgendwie zu wenig Geiselnahmen-Szene. Das würde vermutlich als Eye-Catcher noch mal besser wirken im Zusammenhang mit der ersten Plot-Hälfte.
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