Durch die Wüste - Filmbildgeschichte

Durch die Wüste - Filmbildgeschichte Hot

Michael Brinkschulte   04. September 2022  
Durch die Wüste - Filmbildgeschichte

Buch-Tipp

Anzahl Seiten
28
Erscheinungsjahr

Rückentext

Da das Heft keinen Rückentext hat, sondern ein Kinoplakat auf dem Backcover zeigt, hier der Infotext aus der Presseinfo zur Veröffentlichung:
 
„Zu den meisten Karl-May-Filmen gab es in den 1960er- und 70er-Jahren Bildgeschichten in verschiedenen Zeitschriften – jedoch nicht zu Durch die Wüste, entstand dieser Film doch bereits in den 1930ern und war den Freunden der Filme mit Lex Barker und Pierre Brice weitgehend unbekannt.
Karl-May- und Filmfan Alfred Herold füllt nun – von der Gestaltung der Winnetou-Folgen in der Zeitschrift Bild und Funk inspiriert – diese Lücke.
Die Texte der Fotogeschichte entsprechen weitgehend den Originaldialogen aus dem Film. Die seltenen Presse- und Szenenfotos lassen dessen besondere orientalische Atmosphäre erkennen.
Die Filmbildgeschichte wird ergänzt durch Hintergrundberichte von Karl-Heinz Becker zur Entstehung dieses Films in einer politisch brisanten Zeit.“

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
8,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,0

In einem Din A4 großen Heft mit 28 Seiten wird die Verfilmung des 1935/36 entstandenen Films nach Karl Mays Romanvorlage als Filmbildgeschichte erzählt. Alfred Herold erzählt die Geschichte des Films, die Hintergrundinformationen zum Film und der Produktion steuert Karl-Heinz Becker bei. 
 
Das Heft beginnt mit dem Abdruck einer Autorgrammkarte des Hauptdarstellers Fred Raupach, der den Kara Ben Nemsi ausfüllte. Nach einem einleitenden Text zu Filmfotogeschichten, beginnt die zum Film „Durch die Wüste“ mit einer Aufstellung der Hauptcharaktere in Wort und Bild. Daran schließen sich Szene für Szene bis zur Seite 14 die Handlungsbeschreibungen nebst der zwischen drei und sieben variierenden Anzahl an Fotos aus dem Film an. Mit der Vielzahl von aussagekräftigen Fotos wird die Handlung prägnant dargelegt.
 
 
Nach dem Ende der eigentlichen Film-Bildgeschichte, folgt die Aufstellung von Schauspielern und Rollen, sowie von weiteren Angaben zur Produktion. Darüber prangt das per Hand nachcolorierte Bild der Schauspielerin Grete Warwra, die die Rolle der Hanneh inne hatte. 
 
Weiter geht es mit den Texten „Strahlender Held in finsteren Zeiten“ und „Erst mit Karl May durch die Wüste, dann kalt abserviert“, von Karl-Heinz Becker, der die Filmproduktion im historischen Kontext der Machtergreifung und der damit einher gegangenen Enteignung der Produktionsfirma darstellt. Zudem wird die Nutzung des Films im Rahmen der Propaganda beleuchtet. Auch eine Einordnung des Films aus heutiger Sicht wird angerissen. Der letzte Text setzt sich abschließend mit dem Filmemacher J.A. Hübler-Kahla auseinander, der aufgrund seiner jüdischen Herkunft bis 1947 keine weiteren Filme mehr drehen konnte und zeitweise in Haft genommen wurde.
 
 
Das Heft mit seinen wenigen Seiten bietet eine ganze Reihe interessanter Einblicke und beleuchtet kritisch die Hintergründe zu diesem Film.
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