Was stimmt hier nicht? - Finde die sieben Unterschiede

Was stimmt hier nicht? - Finde die sieben Unterschiede Hot

Nico Steckelberg   29. Oktober 2019  
Was stimmt hier nicht? - Finde die sieben Unterschiede

Buch-Tipp

Autor(en)
Anzahl Seiten
48
Erscheinungsjahr

Rückentext

Wer kennt sie nicht, die Rätselseiten aus den Illustrierten von damals. Nun gibt es den Knobelspaß für Jung und Alt im doppelseitigen Großformat und mit bemerkenswerten Fotografien aus aller Welt. Was auf den ersten Blick wie zwei identische Bilder aussieht, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als durchaus knifflige Angelegenheit: denn während einem erste Unterschiede sofort auffallen, muss man sich für die Entdeckung der anderen ziemlich viel Zeit nehmen. Augenzeugen berichten von verzweifelten Menschen, die stundenlang über dem Buch brüteten, weil sie vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen konnten.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
7,0
Aufmachung 
 
9,0
Gesamtwertung 
 
8,0

„Kaufen Sie dieses Buch nicht: Suchtgefahr“ prangt ein großer, runder, roter Aufkleber auf dem Einband von Frank Baumanns „Was stimmt hier nicht?“. Der Untertitel „Finde die sieben Unterschiede“ offenbart bereits, um welche Art von Buch es sich handelt. Ein Rätselband. Der Autor ist im Wesentlichen Fotograf, und er präsentiert auf zahlreichen Doppelseiten jeweils zweimal dasselbe Foto. 

Wirklich dasselbe? Nur auf den ersten Blick, denn wer genauer hinschaut, der vermag je Doppelseite sieben Fehler zu finden. Das ist mitunter sehr „tricky“. Denn anders als in den „Fehlersuch“-Rubriken von Tageszeitungen und Kindermagazinen fordert Baumann seine Leser formlich heraus. Die Fotos sind auf den ersten Blick wahnsinnig identisch, und nur mit viel Akribie und Spürsinn lassen sich alle Fehler finden. Und genau das macht sowohl die Suchtgefahr des Buches aus, als auch dessen Frustrations-Potenzial. 

Wenn man 10 Minuten lang über demselben Bild hängt und den letzten der sieben Fehler einfach nicht zu finden vermag, dann steigt die innere Unruhe ins Unermessliche. Und der klassische Kampf beginnt: Die intrinsische Motivation diesen Bastard von Fehler selbst zu finden versus den inneren Schweinehund, der Suche endlich ein Ende zu bereiten und auf der letzten Seite nach der Lösung zu schnüffeln. Wer hier gewinnt, liegt allein beim Leser. Mir hat dieses Buch genauso viel Freude bereitet, wie es mir – hier und dort – ein kleines graues Haar geschenkt hat.

Erschienen bei Kein & Aber.

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