Prinz Faisal Hot

Astrid Daniels   16. Juni 2012  
Prinz Faisal

Buch-Tipp

Autor(en)
Anzahl Seiten
505
Erscheinungsjahr

Rückentext

Der Fischerjunge Tom Collins wünscht sich ncihts mehr, als eines Tages frei zu sein, zur See zu fahren und wilde Abenteuer zu erleben. Als ihm eines Nachts zwei Schiffbrüchige ins Netz gehen, der sagenhafte Lügenbold Ramón und ein schwarzer Junge, wähnt Tom sich seinem Traum ganz nah: Denn der Junge ist kein Sklave, wie Tom zunächst vermutete, sondern der Sohn des Königs von Kap Verde. Demjenigen, der den Prinzen in seine Heimat zurückbringe, winke eine reiche Belohnung, erfährt Tom. Das Glück scheint zum Greifen nah. Doch plötzlich ist Ramón mit dem Prinzen verschwunden …

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
9,0
Atmosphäre 
 
9,0
Aufmachung 
 
9,0
Gesamtwertung 
 
9,0

Der aus Dänemark stammende Bjarne Reuter machte sich in Deutschland zunächst durch seine Kinderbücher einen Namen. Erst einige Jahre später folgte sein Durchbruch in der Erwachsenenliteratur. Bei „Prinz Faisal“ handelt es sich um die Neuauflage eines bereits ins deutsche übersetzten Romans.
Tom Collins und seine Schwester Feo Collins leben in armen Verhältnissen. Sie arbeiten zusammen mit ihrer Mutter für einen Schankwirt, der ihnen dafür Unterkunft und Mahlzeiten stellt. Tom ist stets auf der Suche nach einer Möglichkeit diesem einfachen Leben zu entkommen. Als Tom beim Fischen einen Schiffbrüchigen Sklaven rettet stellt sich heraus, dass dieser offenbar der Sohn eines Königs ist. Zusammen mit dem Spanier Ramon will er diesen zu seinem Vater bringen und eine Belohnung einkassieren. Doch Ramon kommt ihm zuvor und macht sich mit dem Sklaven auf die Reise. Tom muss sich alleine durch die Karibik schlagen. Er nimmt verschiedenste Jobs an, um an Geld für die weiterreise zu verdienen.
Anfangs kommt die Geschichte nur schwer in Gang, Weiterlesen lohnt sich jedoch. Der Leser erfährt bei Toms Reise einiges über das Leben der Sklaven, angefangen von ihren Arbeitsbedingungen bis hin zu den Lebensumständen. Bjarne Reuter nimmt hierbei nicht immer ein Blatt vor den Mund und führt Heranwachsende an schwere Themen wie etwa Menschenhandel, Menschenrechte und Unterdrückung heran. Es handelt sich also nicht um ein typisches Kinderbuch, das die Gesellschaft in eine Märchenwelt verwandelt. Trotz alledem kommen der Humor, das Gefühl und die Spannung nicht zu kurz.
Im Buchdeckel ist vorne eine Karte von Mittelamerika und hinten eine Karte der Kapverdischen Inseln. Alles in Allem finden interessierte Leser hier eine vielschichtige Geschichte rund um die Karibik des 17. Jahrhunderts.

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