Opulent Decay

Opulent Decay

Nico Steckelberg   06. Juni 2020  
Opulent Decay

Musik

Interpret/Band
Format
CD
Anzahl Medien
1
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Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
9,0

Meine erste Assoziation beim Hören des neuen Spell-Albums „Opulent Decay“ waren Héroes del Silencio und Love Like Blood, gepaart mit einem Wüstentrockenen Rocksound. Ein bisschen Gothic steckt da also drin, was die kanadischen Retro Rocker hier auf den Silberling bannen. 

Das Artwork erinnert an die Siebzigerjahre Hippie-Interpretationen der Herr-der-Ringe-Reihe, falls HR Giger sie interpretiert hätte. Die Bandfotos erinnern an Vati und Mutti, lange vor unserer Geburt. Nur dass Mutti nicht so einen schönen Schnäuzer hatte wie Cam, Graham und Al. Aber sie kann halt auch nicht so geil abrocken. 

Die Soloarbeit von Graham McVie ist hier schon als sehr cool hervorzuheben. Der Mann spielt gleichzeitig auch Synths auf dem Album, was zu der dichten Atmo beiträgt.

Insgesamt sind die Kompositionen aber auch wirklich gut gelungen. Und wer Retro Rock ansonsten für einen alten Hut hält, darf sich bei Spell gern einen melodisch-beschwingten Arschtritt abholen.

„Echt nice“, wie die jungen Leute von heute sagen würden. <Cringe Mode off>.
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