Passion Hot

Markus Skroch   24. Mai 2011  
Passion

Musik

Interpret/Band
Unter-Genre
Veröffentlichungs- Datum
15. April 2011
Format
CD
Anzahl Medien
2

Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
8,0

Schon über 30 Jahre existiert die englische Neo-Prog Band PENDRAGON mittlerweile. Nun liegt mir das neueste Album "Passion" vor, und ich bin erst einmal überrascht, wie frisch dieses Album klingt. Im Gegensatz zu den älteren Alben beginnt das neue Album auffällig hart und metallig. Manchmal klingt "Passion" auch ziemlich psychedelisch, doch die typischen melancholischen Trademarks sind zum Glück erhalten geblieben. Spätestens an der unverwechselbaren Stimme von Nick Barrett erkennt man die Band jedoch zu jeder Zeit.

Teilweise erinnern mich die Songs sogar etwas an "Pepper's Ghost" von ARENA. Deren Keyboarder Clive Nolan ist übrigens seit Jahren auch Keyboarder bei PENDRAGON.

Der Titel "Feeding Frenzy" überrascht nach ca. einer Minute mit einem spritzigen Rockgitarren-Riff, welches beweist, dass die Herren noch lange nicht zum alten Eisen gehören.
Der Beste der 7 Songs ist für mich "This Green and pleasant Land", welcher auch gleichzeitig die Single-Auskopplung des Albums ist. Ein melancholisches Lied, in das man tief eintauchen, und sich vielleicht auch verlieren kann. Wirklich perfekt gemacht.

Zum Album gibt es in der Deluxe Version noch eine DVD mit dem Titel "Progumentary", die Einblicke in die Entstehung von "Passion" gewährt. Nick Barrett zeigt Riffs auf der Gitarre, und wie diese später zu den fertigen Liedern wurden. Außerdem gibt es noch Live-Videomaterial und auch ein paar interessante Interviewfragen und vor allem Antworten. Besonders beeindruckt hat mich wie sehr Nick scheinbar an seiner Scheidung zu knabbern hatte. Er klingt immer noch ziemlich traurig, wenn er darüber spricht oder nachdenkt, auch wenn er versuchte im Endeffekt etwas positives daraus zu ziehen.

Ich könnte mir vorstellen, dass das letzte Stück "Your Black Heart" Bezug zu dieser Thematik nimmt. Es wird wirklich sehr ergreifend vorgetragen, und wenn am Ende das Gitarrensolo zur Pianountermalung weint ist es ein wirklicher Gänsehautmoment und ein perfekter Album-Abschluss. Sollte man wirklich gehört haben.

Diese beiden Stücke haben 10/10 Punkten verdient, die anderen sind meiner Meinung nach aber nicht durchweg auf dem Niveau.

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