Self Decapitation Hot

Nico Steckelberg   07. März 2010  
Self Decapitation

Musik

Interpret/Band
Veröffentlichungs- Datum
05. März 2010
Format
CD
Anzahl Medien
1

Hörspiegel-Meinung

Gesamtwertung 
 
8,0

Der 1972 in Neuseeland geborene Delaney Davidson ist ein Weltenbummler und kommt viel herum auf dem Planeten. Und so hat er auch in der Schweiz Halt gemacht, als Koch im Café Kairo gearbeitet und so Bekanntschaft mit dem Lo-Fi-Label Voodoo Rhythm Records gemacht.

Er war musikalischer Bestandteil der Dead Brothers, und diese Zeit war prägend für den Songwriter. Auf seinem Soloalbum „Self Decapitation“ hat er die meisten Stücke nicht nur selbst geschrieben sondern auch selbst eingespielt. Dennoch kommen einige Gäste zu Wort: Dan (Woggle) Elektro - Drums, Reverend Beat-man – Guitar, Melaniejane – Cello, E. McFadden – Guitars & Vocals, Garage Kid – Percussion und Fanfare Kalashnikov - Brass Band. Das Besondere: Der rauhe Stil der Aufnahmen. Es knistert, es knackt, es rauscht und zerrt. Töne sind häufig schräg gezogen, das Solo-Pfeifen schief und die Gitarren gern mal ein wenig verstimmt. Die Posaunen klingen fett und träge, das Schlagzeug wird mal mächtig gedroschen oder sanft gestreichelt. Der Gesang wird durch den Verzerrer gejagt.

Und genau das macht den Charme der Platte aus! Sie ist ein urwüchsiges Stückchen Storysammlung und Kuriositätenkabinett. Alles klingt enorm authentisch und alt. Eben so, wie es beabsichtigt war. Mal klingt’s nach Garage, mal nach Rock n‘ Roll, mal nach tiefgründiger Ballade.

Tolles Album für alle Fans des Lo-Fi-Sounds.

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