Kelch des Schicksals Hot

Nico Steckelberg   10. April 2021  
Kelch des Schicksals

Rückentext

Die drei Detektive sind mit Titus Jonas im Pick-up unterwegs, als Peter sich in einer Pause beim Erkunden einer Höhle verletzt. Doch nicht nur das bereitet Justus Sorgen. Eine seltsame Begegnung im Supermarkt von Carmine Falls beschäftigt ihn und seinen Onkel Titus. In der Kleinstadt Carmine Falls ist offensichtlich ein Verbrechen geschehen, und die Spur führt direkt zu Justus` Familie. Die drei ??? sind gleich doppelt gefragt. 

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
8,0
Soundtrack 
 
8,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
7,6

Justus, Peter und Bob auf den Spuren von Indiana Jones? Das mag man fast meinen, wenn man sich die Coverillustration der 208. Episode der Reihe anschaut. Doch hinter dem “Kelch des Schicksals” verbirgt sich eine andere Geschichte. Eine Familiengeschichte. Wir tauchen tiefer ein in die Historie der Familien Jonas und Abernathy. Und das alles eher durch einen Zufall, während die drei Detektive zusammen mit Onkel Titus durchs Land reisen und es in dem Ort Carmine Falls zu einer schicksalsträchtigen Begegnung kommt.

“Kelch des Schicksals” erfüllt hier sicherlich nicht die Erwartungen, die der Titel der Geschichte und ihre grafische Aufmachung wecken. Der eigentliche Star der Story ist die weitere Ausgestaltung des Charakters Justus Jonas und die Beleuchtung seiner familiären Hintergründe. Somit baut “Kelch des Schicksals” mehr oder weniger direkt auf der Folge 78 (“Das leere Grab”) auf. Somit übernimmt Autorin Kari Erlhoff diesen wichtigen Teil der Charakterbildung des Justus Jonas, den bislang im Wesentlichen ihr Autorenkollege André Marx verantwortet hatte.

Der Fall hinterlässt seine Hörer*innen zwiegespalten. Wer die Serie kennt und seine Charaktere bis ins kleinste Detail kennenlernen möchte, findet hier ein Mekka an neuen Informationen. Wer einen interessanten Schatzsucher-Fall erwartet, der wird von der schieren Informationsflut möglicherweise überrannt. 

Ein Blick auf die Hörspielproduktion: Das Sprecherensemble harmoniert gut. Wesentliche Anteile haben natürlich wie immer Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich. Rüdiger Schulzki alias Onkel Titus hat hier eine große Mentoren- und Vermittlerrolle, weshalb er tragend für die Story ist. In weiteren Rollen hören wir Andreas Birnbaum, Victoria Trauttmannsdorff, Gabriele Libbach und viele weitere. Eine wichtige Rolle hat auch Kerstin Draeger in der Rolle als Mercury inne. 
Der Soundtrack ist gut gewählt, er drängt sich nicht zu stark in den Vordergrund, was der Story wohl bekommt. 

Fazit: Eine mega Folge für Nerds, die aber eher weniger zu empfehlen ist für Gelegenheits-Hörer. Persönlich freue ich mich auf mehr Folgen dieser Art.
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