Dreh dich nicht um! Hot

Michael Brinkschulte   29. April 2015  
Dreh dich nicht um!

Rückentext

Daniel, ein junger und ehrgeiziger Schriftsteller, will einen außergewöhnlichen Roman scheiben. Dazu braucht er eben auch eine außergewöhnliche Story, und er glaubt, sie gefunden zu haben: die Lebensgeschichte von George Patanak. George ist Insasse einer Nervenheilanstalt und hat tatsächlich Außergewöhnliches zu erzählen. Es gab vier Frauen in seinem Leben, die ihm allesamt Unglück brachten. Doch welches dunkle Geheimnis steckt hinter diesen Damen und Georges seltsamer Geschichte? Daniel ist von dieser Geschichte begeistert, aber der Weg zum erfolgsversprechenden Werk hat auch seinen Preis…

Autorin Chistina Clavo verfasste neben ‚Dreh dich nicht um!‘ zahlreiche Drehbücher, Theaterstücke, Hörspiele und Kinderbücher. Die studierte Psychologin begann 1982, ihre ersten Geschichten zu schreiben. Diese beschäftigten sich fast ausschließlich mit den Abgründen der menschlichen Seele. So auch ‚Dreh dich nicht um!‘: Unter der Regie von Hans Rosenhauer spielen u.a. die Hörspiellegende Dietmar Mues (u.a. Der Herr der Ringe), Regina Lamser (Hanni & Nanni) und Gisela Trowe (Die drei ???, Masters oft he Universe). Zudem ist Wolfgang Grimpe in einer seiner letzten Rollen zu hören.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
6,0
Atmosphäre 
 
6,0
Sprecher 
 
8,0
Soundtrack 
 
7,0
Aufmachung 
 
6,0
Gesamtwertung 
 
6,6

Wie ist das Hörspiel umgesetzt?

Gute Sprecher, stark reduzierte Geräuschkulisse, dafür in Sequenzen intensive Nutzung von Stereoeffekten, sind einige der Eckpunkte dieses 1984 produzierten Hörspiels. Die Spielzeit von 73 Minuten liegt in einem Track auf der CD vor, was für einen eventuellen Wiedereinstieg in die CD nach einem Stopp eher ungünstig ist.
An der Produktion sind sieben Sprecher beteiligt, die ihr Handwerk verstehen.
Die Covergestaltung passt nur bedingt zum Inhalt, auf der Rückseite der Coverkarte sind die Sprecher mit ihren jeweiligen Rollen abgedruckt.


Resümee/Abschlussbewertung:

In der Handlung dieses Hörspiels wird der Hörer auf die Probe gestellt. Wer auf dem Cover liest, dass es sich um ein Kriminalhörspiel handelt, erwartet eine spannende Handlung, bei der eine gezielte Ermittlung einem Sachverhalt auf der Spur ist. Das vorliegende Hörspiel ist allerdings eher eine Mischung aus Psychodrama, Beziehungsgeschichte und einem kleinen Anteil krimineller Energie des in der Nervenheilanstalt sitzenden George.

Lässt man die Erwartung des Kriminalhörspiels beiseite, wird man als Hörer von den Sprechern gut unterhalten, die Story selbst erweist sich als langatmig und zäh, weiß aber zum Ende hin nochmal mit einer Wende zu verblüffen.

Ein ganz nettes, aber bei weitem nicht herausragendes Radiohörspiel, das trotz guter Sprecher über Mittelmaß nicht hinauskommt.

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