Eisenblut Hot

Christine Rubel   10. Mai 2020  
Eisenblut

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Sprecher
Erscheinungsjahr
Format
MP3-CD
Anzahl Medien
2
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Rückentext

Der Kaiser liegt im Sterben und vom Himmel fallen die Toten
Berlin-Kreuzberg, 1888. Kleine Seitensprung-Schnüffeleien sind der Alltag seiner schlecht laufenden Detektei: Gabriel Landow, schwarzes Schaf einer ostpreußischen Getreidejunker-Familie, fällt der Erfolg nicht gerade in den Schoß. Aber dann fällt ihm ein Observierter direkt vor die Füße: Aus nachtschwarzem Himmel mitten aufs Sperrgebiet am Tempelhofer Feld. Nur ein kleiner Ministerialbeamter, der allerdings mit einem geheimen Marineprojekt zu tun hatte.Weshalb die Regierung ausgerechnet Landow mit der Aufklärung betraut, ist auch ihm ein Rätsel. Genauso wie der Brandanschlag auf ihn kurz darauf. Wer sollte am Tod eines kleinen Ermittlers interessiert sein? Wo doch ganz Berlin, ach was, ganz Europa, nur gebannt auf das Sterben des todkranken Kaisers wartet, das einige aus ganz eigenen Motiven herbeisehnen.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
5,0
Atmosphäre 
 
6,0
Sprecher 
 
9,0
Aufmachung 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
6,8

Unruhige Zeiten brechen in Deutschland an. Während alle gebannt nach Berlin schauen, geht der Tod umher. Nicht nur, das junge Frauen bestialisch ermordet werden, auch kleine Beamte, die als Kuriere dienen, finden ein grausames Ende. Einer dieser Kuriere wird vor den Augen eines Privatdetektivs umgebracht. Gabriel Landow hatte diesen im Visier, weil seine Frau eine Affäre vermutete. Nun winkt Landau ein großer Auftrag. Er soll die Tode der Kuriere aufklären. Doch warum gerade er? Der Auftrag ist ihm suspekt. Denn normalerweise übernimmt er nur kleine Fälle, pflegt eine innige Leidenschaft für Cointreau und ist von seiner Familie enterbt worden. Nur widerwillig ermittelt er, entrinnt nur knapp dem Tod und steht vor schwerwiegenden Entscheidungen, von denen nicht zuletzt das Schicksal Deutschlands abhängt.

Fazit: Ich mag historische Krimis. Trotzdem konnte mich Eisenblut nicht fesseln. Das lag hauptsächlich an den vielen verschiedenen Handlungssträngen und Personen, aber auch an dem fehlenden roten Faden und vielen Nebenschauplätzen. Für einen gelungenen Krimi brauche ich am Schluss eine Auflösung – zumindest sollte klar sein, warum diese Handlung so passiert ist. Eisenblut lässt mich ratlos mit offenen Fragen zurück, vielleicht habe ich auch die entscheidenden Stellen verpasst. 
An David Nathan lag es nicht, er ist einer der Pluspunkte der autorisierten Lesefassung auf zwei MP3-CDs mit einer Laufzeit von 10 h. Auf dem Pappschober finden sich noch Kapitelangaben, eine Art Countdown bis zum Tod des Kaisers. 

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