Das Buch des Totengräbers

Das Buch des Totengräbers           Hot

Christine Rubel   01. September 2021  
Das Buch des Totengräbers

Hörbuch

Untertitel
Ein Fall für Leopold von Herzfeldt
Autor(en) oder Hrsg.
Erscheinungsjahr
Format
MP3-CD
Anzahl Medien
2
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Rückentext

Wenn in Wien der Tod umgeht, gibt es nur einen, der ihm alle Geheimnisse entlocken kann

1893: Augustin Rothmayer ist Totengräber auf dem berühmten Wiener Zentralfriedhof. Ein schrulliger, jedoch hochgebildeter Kauz, der den ersten Almanach für Totengräber schreibt. Seine Ruhe wird jäh gestört, als er Besuch vom jungen Inspektor Leopold von Herzfeldt bekommt. Herzfeldt braucht einen Todes-Experten: Mehrere Dienstmädchen wurden ermordet – jede von ihnen brutal gepfählt. Der Totengräber weiß, dass das Pfählen eine uralte Methode ist, um Untote unter der Erde zu halten. Geht in Wien ein abergläubischer Serientäter um? Der Inspektor und der Totengräber beginnen gemeinsam zu ermitteln und müssen feststellen, dass sich hinter den Pforten dieser glamourösen Weltstadt tiefe Abgründe auftun … 

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
10,0
Atmosphäre 
 
10,0
Sprecher 
 
10,0
Aufmachung 
 
10,0
Gesamtwertung 
 
10,0

Wer Oliver Pötzsch kennt und schätzt, der weiss, was er bekommt: Eine historisch sehr gut recherchierte Geschichte, spannend, mit wunderbar vielschichtigen Figuren und gerne am Rand der Gesellschaft. Und auch mit diesem Hörbuch bleibt er sich treu. Da ist Leopold von Herzfeldt, der neu nach Wien kommt, um in der Mordabteilung zu arbeiten. Im Gepäck hat er neue Ermittlungsmethoden und eine Kamera. Sein Auftreten schmeckt seinen neuen Kollegen gar nicht, auch sein Akzent und die Tatsache, das er jüdischer Abstammung ist, führt zu Spannungen. Die zweite Hauptfigur ist Augustin Rothmayer, Totengräber auf Wiens Zentralfriedhof. Knurrig, aber mit einem Herz aus Gold. 
Statt seine Erfahrungen bei einer brutalen Mordserie einzubringen, wird Leopold auf eine Grabschändung angesetzt. Der Halbbruder der Wiener Walzkönigs wurde fast wieder ausgebuddelt. So lernt der junge Ermittler den Totengräber kennen. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, der lehmverkrustete und streng riechende Augustin Rothmayer ist ihm suspekt. Doch die beiden ergänzen sich perfekt und langsam werden sie zu Verbündeten, um einem perfiden Mörder auf die Spur zu kommen. Ein rundes Bild der damaligen österreichischen Gesellschaft, in der zwischen Walzer und Wiener Schmäh das Böse lauert.
Wie immer uneingeschränkt zu empfehlen für jeden, der historische Krimis mag und der das Morbide nicht abschreckend findet. Ich hoffe sehr, das es weitere Fälle des ungleichen Duos gibt und ein Wiederhören mit Hans Jürgen Stockerl, der mit seiner sonoren Stimme sehr gut passt.

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