Der Kaffeedieb Hot

Christine Rubel   14. April 2016  
Der Kaffeedieb

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Erscheinungsjahr
Format
MP3-CD

Rückentext

Wir schreiben das Jahr 1683. Ob Philosophen in London oder Dichter in Paris:
Sie lieben es alle. Das neue Mode-Getränk in Europa heißt Kaffee. Er ist immens
begehrt - und teuer, denn die Osmanen haben das Monopol darauf und
wachen streng darüber. Wer es wagt, ihn außer Landes zu schmuggeln,
wird mit dem Tod bestraft. Aber ein junger Engländer hat einen
waghalsigen Plan: Mit finanzieller Unterstützung der Vereinigten
Ostindischen Compagnie stellt er eine Truppe internationaler
Spezialisten zusammen, um den Türken den Kaffee zu klauen. Die
spektakuläre Reise scheint zunächst zu gelingen, doch dann sind
immer mehr Mächte hinter ihnen her ... 

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
8,0
Sprecher 
 
8,0
Aufmachung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
7,8

Tom Hillenbrand wagt mal wieder etwas Neues.
Auch dieses Mal steht ein Lebensmittel im Schwerpunkt seiner Erzählung.
 Im Gegensatz zu seinem Luxemburger
Koch und Hobby-Ermittler ist es nun ein verarmter englischer
Edelmann, der für die Holländer Kaffeepflanzen klauen soll.
Eigentlich viel zu gefährlich, doch da Obediah Chalon  schwer
in der Klemme sitzt, kann er nicht ablehnen. So arbeitet er einen
genialen Plan aus, mit dem er sein Ziel erreichen will. Leider haben
die Franzosen gute Spürhunde, die ihm auf den Fersen sind. Vor
allem, weil er einen sehr prominenten Mitstreiter hat. Als es nach
langer Vorplanung endlich losgehen kann, wird es ein sehr
überstürzter Aufbruch. Wird das risikoreiche Unternehmen gelingen,
oder droht ihnen allen ein qualvoller Tod?

Ein temporeicher historischer Roman um eine bunt zusammengewürfelte
Truppe, die quer durch die Lande und über die Meere zieht, um ein
Monopol zu brechen. Dabei wird, neben den sich entwickelnden
zwischenmenschlichen Beziehungen, viel Wert auf den geschichtlichen
Kontext gelegt. So entsteht ein Roman, der nicht nur zu unterhalten
weiß, sondern auch die Geschichte des Kaffees in einer Zeit der
Monarchien, Kriege und des Handels erzählt. Es ist ein gekürzte
Lesung, und das merkt man leider. So gibt es mindestens drei sehr
deutliche Handlungssprünge und das ist schade, weil etwas fehlt.
Gelesen wird die Geschichte von Hans Jürgen Stockerl, der den Hörer
in den elf Stunden mit seiner angenehmen Stimme mit auf die Jagd nach
dem schwarzen Muntermacher nimmt. Dargeboten wird das Ganze im
großen Pappschober, abgerundet durch ein ein Glossar und
Personenverzeichnis.

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