Jeder stirbt für sich allein

Jeder stirbt für sich allein Hot

Michael Brinkschulte   16. Dezember 2018  
Jeder stirbt für sich allein

Hörbuch

Untertitel
Nach einem Roman von Hans Fallada
Autor(en) oder Hrsg.
Verlag
Erscheinungsjahr
Format
CD
Anzahl Medien
2
Internetlink

Rückentext

Die Quangels halten nichts von den Nazis. Sie sind ihnen zuwider.

Ihre Parolen, ihre Ansichten, ihr Gehabe – alles nur Schein und kein Sein.

Als Ihr Sohn an der Front fällt, beschließen die Quangels sich gegen das System zu stellen. Sie wollen die Menschen auf die tödlichen Parolen, die vernichtenden Ansichten, das irreführende Gehabe hinweisen.

Das gefällt der Gestapo nicht. Sie fangen an die Quangels zu suchen.

Jeder stirbt für sich allein – ein Meisterwerk von Fallada, das zeigt, wohin es führt, wenn man auf tödliche Parolen, falsche Ansichten und irreführendes Gehabe hereinfällt.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
7,0
Sprecher 
 
8,0
Aufmachung 
 
5,0
Gesamtwertung 
 
6,8

Über 700 Seiten stark ist das Original-Werk von Hans Fallada, das hier in einer bearbeiteten Fassung von Thomas Tippner vorliegt. Rund 140 Minuten Spielzeit inklusive Intro-Musik und Titelansage sind auf zwei CDs zu hören. 
Gelesen wird das Hörbuch mit angenehmer Stimme von Omid-Paul Eftekhari, der mit guter Betonung die Stimmung des Textes zu unterstützen weiß.
Die CDs sin in einer Doppel-CD-Hülle untergebracht. Auf der Rückseite der Coverkarte sind die Kapitel abgedruckt. Unter den CDs selbst findet man Informationen zu Thomas Tippner. Angaben zur Vorlage von Hans Fallada und der Tatsache, dass sich dieser an einem realen Fall orientiert hat, sucht man als Hörer vergebens.
 
 
Resümee:
 
Auch dieser Roman Hans Falladas wurde von Thomas Tippner stark zusammengekürzt. Dabei bleiben die eigentliche Handlung und die bedrückende Situation aber recht gut erhalten, auch wenn nur ein Bruchteil des Originals übrig geblieben ist.
Die Geschichte der Quangels, deren Sohn an der Front stirbt, worüber die Eltern durch einen Brief informiert werden, ist ebenso dramatisch wie schockierend. Bleibt  am Ende doch der Titel des Hörbuches als selbsterfüllende Prophezeiung.
 
Nachdem der Sohn getötet wurde, begehren die Quangels auf, schreiben Postkarten, die sie in Hauseingängen verteilen. Mit den Postkarten möchten Sie die anderen Menschen warnen. Doch sie bleiben nicht unentdeckt und so folgen Gefangennahme und Gerichtsverfahren.
 
Ein düsteres Zeitzeugnis in Kurzform, das eher als Impuls dienen sollte, sich der originalen Buchvorlage zu widmen.

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