Das Haus der Frauen

Das Haus der Frauen Hot

Christine Rubel   12. April 2020  
Das Haus der Frauen

Hörbuch

Autor(en) oder Hrsg.
Erscheinungsjahr
Format
MP3-CD
Anzahl Medien
1
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Rückentext

Über starke Frauen und den Mut zur Solidarität
In Paris steht ein Haus, das allen Frauen dieser Welt Zuflucht bietet. Auch der erfolgreichen Anwältin Solène, die nach einem Zusammenbruch ihr Leben infrage stellt. Im »Haus der Frauen« schreibt sie nun im Auftrag der Bewohnerinnen Briefe - an die Ausländerbehörde, den zurückgelassenen Sohn in Guinea, den Geliebten - und erfährt das Glück des Zusammenhalts und die Magie dieses Hauses. Doch wer war die mutige Frau, die vor hundert Jahren allen Widerständen zum Trotz diesen Schutzort schuf? Solène beschließt, die Geschichte der Begründerin Blanche Peyron aufzuschreiben.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
6,0
Atmosphäre 
 
6,0
Sprecher 
 
8,0
Aufmachung 
 
6,0
Gesamtwertung 
 
6,5

Hilfe für Frauen, die obdachlos und hilfsbedürftig sind, das war das Ziel von Blanche Peyron, die mit ihrem Mann zusammen das reale „Haus der Frauen“ in Paris gründete. Und noch heute steht es und dient diesem Zweck. Grund genug für Laetitia Colombani, das Haus mit ihrem Roman bekannt zu machen. So schickt sie die ihre fiktive Hauptfigur, die depressive Anwältin Soléne dorthin, um als Schreiberin den Frauen zu helfen. Nur zögerlich nehmen diese ihre Dienste in Anspruch und stellen fest, dass auch Soléne Hilfe braucht. Während sie Geschichten über Missbrauch, Flucht, Verstümmelungen und Wohnungslosigkeit erfährt, nimmt ihr Leben eine positive Wendung. In einem anderen Strang wird über die Gründerin erzählt.
Wie ist das Hörbuch umgesetzt?
Es ist ein wichtiges Thema, unbedingt. Doch leider hat mich der Erzählstil nicht mitgenommen. Die Autorin bleibt oft sachlich, Blanche Peyron wird als unerschütterliche Heldin dargestellt, nur unterbrochen davon, mal eben eins von acht Kindern zu gebären. Das klingt eher unrealistisch. Soléne hingegen wird mit zahlreichen Schicksalen bedrängt, die sie kaum berühren, trotz ihrer Depression. Und auch mich lässt die Geschichte eher unberührt, auch, weil vieles nur angerissen wird und mir die Empathie fehlte. 
Mit Andrea Sawatzki und Ruth Reinicke wurden zwei sehr gute Sprecherinnen verpflichtet, die allerdings die fehlende Tiefe in der ungekürzten Lesung von 5:41h nicht wettmachen können.
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