Mörderspiel Hot

Michael Brinkschulte   23. März 2014  
Mörderspiel

Film-Tipp

Genre
Studio/Verlag
Erscheinungsjahr
Format
Anzahl Medien
1
FSK-Freigabe
FSK 16
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Rückentext

Das Mörderspiel sollte eigentlich den Partygästen des Industriellen Hauser einen schönen und unterhaltsamen Abend bescheren. Mörder und Kommissar wurden ausgelost und nur durch Befragungen sollte herauskommen, wer der Täter ist. Doch plötzlich wird aus dem lustigen Spiel blutiger Ernst: einer der Teilnehmer liegt auf einmal tatsächlich tot am Boden! Es handelt sich dabei um den attraktiven Geschäftsmann Dahlberg, der ein Verhältnis mit Eva Troger hatte. Deren Mann Andreas (Harry Meyen) ist auch auf der Party. Niemand kann wissen, dass er ein Doppelleben führt, denn neben seiner Tätigkeit als erfolgreicher Modeschöpfer ist er auch ein Frauenmörder. Das Motiv für seine Taten ist Hass, der sich durch langjährige Unterdrückung und Fremdgehen seiner Frau geschürt hat. Troger wollte das Spiel zum Vorwand benutzen, um sich Herrn Kerstens (Götz George), einer ihm lästigen Person, zu entledigen. Doch leider hat es den falschen getroffen. Als der zuständige Kriminalinspektor (Wolfgang Kieling) eintrifft, verliert Troger zusehends die Nerven …

Mörderspiel in der Inszenierung des Krimispezialisten Helmuth Ashley (Das schwarze Schaf, Derrick, Der Alte) hebt sich deutlich von dem Einheitsbrei deutscher Spannungsfilme jener Jahre durch mehrere Faktoren ab: interessante Kameraführung (OSCAR-Preisträher Sven Nykvist) und Lichtgestaltung, eine stringent gestrickte und packende Geschichte, überaus stimmige Szenenmusik von Starkomponist Martin Möttchen (Winnetou-Melodie) und eine äußerst prominente Besetzung. Neben Harry Meyen und Götz George sind hier u.a. Publikumslieblinge wie Wolfgang Kieling oder Margot Hielscher zu sehen, in Nebenrollen agieren der junge Peter Eschberg (Wie ein Blitz) und Armin Dahlen (Alarm in den Bergen). Das Lexikon des internationalen Films urteilte: „Modernistisch fotografiertes Kriminalstück. Dank seiner Bildgestaltung weit über dem deutschen Durchschnitt.“ Ein ganz großer deutscher Film!

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
9,0
Darsteller 
 
9,0
Soundtrack 
 
8,0
Aufmachung/Extras 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,2

Der im Jahr 1961 in schwarz-weiß gedrehte Film bietet 84 Minuten Spielzeit, die den Zuschauer durchgehend aufmerksam dem Geschehen folgen lassen und ihn gut unterhalten.
Die Handlung erscheint zuweilen einfach gestrickt, wirkt für den Zuschauer leicht nachvollziehbar, doch die eigentliche Tiefe des Films zieht dieser durch die darstellerische Leistung des Protagonisten, sowie der interessanten Kameraführung. Dabei bekommt der Protagonist einen ganz besonderen Blickwinkel und wird besonders ins Licht gerückt. Doch auch die anderen Handelnden Charaktere stehen jeweils in einem ganz eigenen Licht.

Die durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung herausgegebene Filmfassung bietet gute Bild und Tonqualität und wird durch ein Booklet begleitet. Das Begleitheft ist ein Nachdruck des Originalheftes ‚Illustrierte Film-Bühne‘ zum Film ‚Mörderspiel‘.

Insgesamt erweist sich dieser Film als Highlight für Krimi-Nostalgiker!

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