Der Hobbit - Smaugs Einöde

Der Hobbit - Smaugs Einöde Hot

Markus Skroch   22. April 2014  
Der Hobbit - Smaugs Einöde

Film-Tipp

Genre
Studio/Verlag
Erscheinungsjahr
Anzahl Medien
4
FSK-Freigabe
FSK 12
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Rückentext

Das Abenteuer geht weiter: Der Hobbit Bilbo Beutlin, der Zauberer Gandalf und die 13 Zwerge setzen unter der Führung von Thorin Eichenschild ihre Reise fort, um das Zwergenreich Erebor zurückzuerobern. Auf ihrem Weg begegnen sie dem Hautwechsler Beorn, gigantischen Spinnen im Düsterwald, den von Legolas, Tauril und König Thranduil angeführten Waldelben, und dem mysteriösen Bard, der sie heimlich nach Seestadt bringt. Als sie schließlich den einsamen Berg erreichen, müssen sie sich der größten Gefahr stellen - dem Drachen Smaug.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
6,0
Atmosphäre 
 
8,0
Darsteller 
 
8,0
Soundtrack 
 
7,0
Aufmachung/Extras 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
7,4

Der zweite Teil der Hobbit Trilogie setzt die Reise der Zwerge zum Einsamen Berg fort. Regisseur Peter Jackson hatte ja am Ende doch wieder das Zepter in die Hand genommen, um uns erneut nach Mittelerde mitzunehmen.
Teilweise, in den schönen Bildern und Welten, kommt die alte Herr der Ringe-Stimmung auch wieder auf, aber im Gegensatz zu dieser hat „Smaugs Einöde“ viele Längen. Die Entscheidung, ein einziges Buch auf drei Filme mit Überlänge aufzublasen, erweist sich - noch stärker als beim ersten Hobbit Teil - als die Falsche. So wird viel an Story einfach dazu erfunden, was den Film streckenweise langatmig macht.
Wo bei der Herr der Ringe-Trilogie noch so etwas wie ehrvollem Respekt vor Tolkiens Erbe herrschte, wirkt der Hobbit, als stünde der kommerzielle Erfolg weiter im Vordergrund. Wenn man schon eine so lange Spielzeit hat, wieso nutzt man diese nicht, um möglichst viele Buchdetails in den Film einzubringen? Etwas mehr Hintergrund über den Gestaltenwandler Beorn hätte mich z. B. mehr interessiert als eine schier endlose Verfolgungsjagd der Zwerge durch den Drachen.
Hoffen wir mal auf ein versöhnliches Ende im dritten Teil.

Natürlich sind die Bilder weiterhin beeindruckend, und vor allem die Farbtemperaturen der einzelnen Szenen wirklich durchdachter und aufwändiger als bei allen anderen Filmen. Als Beispiel betrachte man z.B. die Szene, in der Bilbo und die Zwerge den Düsterwald durchqueren und von großen Spinnen angegriffen werden. Die warmen Sonnentöne, die Bilbo beim hochklettern auf einen Baum umgeben, sehen verglichen mit den kalten Tönen im Wald, wenige Momente später, schon sehr faszinierend aus.

Die 3D-Version der Blu-ray bietet zudem den kompletten Film auf 2 zusätzlichen Discs in dreidimensionaler Pracht. Davon kann in der Tat die Rede sein, denn Peter Jackson verzichtet auf zu extreme 3D-Spielereien und arbeitet vielmehr mit der Tiefe des Raums. Das weiß zu gefallen.

Und auch die Bonus-Blu-ray voller „Behind the Scenes“-Material zeigt, dass es die familiäre Atmosphäre von damals am Filmset durchaus noch gibt. Der Soundtrack von Howard Shore kommt auch nicht an die Glanzmomente der Herr der Ringe-Trilogie heran, da die musikalischen Themen nicht immer sehr einprägsam sind.

Trotz aller Kritik ist der Film, vor allem wegen der ganzen Spezialeffekte und der Bildsprache (insbesondere der 3D-Version), durchaus sehenswert. Glücklicherweise zeigt die Blu-ray die 24 fps-Version des Films und nicht die 48er, welche in manchen Kinos gezeigt wurde.

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