Ellerbeck Hot

Christine Rubel   17. Oktober 2015  
Ellerbeck

Film-Tipp

Genre
Studio/Verlag
Erscheinungsjahr
Format
Anzahl Medien
2
FSK-Freigabe
FSK 6
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Rückentext

Vom Kindergarten in die Lokalpolitik – gibt es da einen Unterschied?
Sabine Ebert (Cordula Stratmann) ist von ganzem Herzen Erzieherin. Im beschaulichen Ellerbeck im Emsland lebt sie mit ihrem Mann Klaus (Kai Lentrodt) in einem kleinen Reihenhaus. Doch als Sabine erfährt, dass in ihrer Heimat eine Schweinemastanlage nicht nur die Umwelt, sondern auch die Idylle bedrohen soll, gründet sie mit ihrer besten Freundin Yvonne (Inka Friedrich) und weiteren Weggefährten eine Bürgerinitiative mit dem Gewinnernamen "Mast not be!" und lässt sich als Bürgermeisterkandidatin für Ellerbeck aufstellen. Mit Empathie und Bürgernähe schafft sie das Unmögliche: Sie gewinnt die Herzen und Stimmen der Ellerbecker und somit unverhofft das Bürgermeisteramt. Doch nach ihrem Einzug in das Rathaus von Ellerbeck findet sich Sabine in einem Kampf gegen eingefahrene Strukturen, manchen Sturkopf und die Tücken der Lokalpolitik wieder. Zudem schafft es ihr Vorgänger Alexander ter Hensen (Markus John) durch hervorragende Verbindungen in der Kleinstadt, Sabine in Intrigen zu verwickeln, versucht sie vorzuführen und politisch unmöglich zu machen. Und Sabine weiß bei all dem Chaos um sie herum manchmal gar nicht, wie sie da reingeraten ist. Sie wollte doch nur mit einer Handvoll alter Freunde den Bau einer Mastanlage verhindern. "Ellerbeck" mit Cordula Stratmann in der Hauptrolle erzählt über sechs Folgen Sabines Herausforderungen im Bürgermeisteramt und offenbart einen humorvollen Einblick in die Welt der Wutbürger.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
7,0
Darsteller 
 
7,0
Soundtrack 
 
7,0
Aufmachung/Extras 
 
6,0
Gesamtwertung 
 
6,8

Ellerbeck – ein kleines Dorf im Emsland.... nein, nicht von Römern umgeben! Aber mit einem Bürgermeister geschlagen, der seinen persönlichen Vorteil zu nutzen weiß. Sein aktueller Deal ist, seinen Bürgern eine Schweinemastanlage vor die Tür zu setzen. Dagegen wehren sich einige Bürger, die aus Frust sogar für das Bürgermeisteramt kandidieren. Doch die eigentliche Kandidatin fällt kurzfristig aus und nun muss die Erzieherin Sabine Ebert in den Wahlkampf. Politisches Feingefühl hat sie zwar nicht, aber wer mit widerborstigen Zwergen umgehen kann, der fürchtet sich vor dem Rest schon mal gar nicht. Das muss auch so mancher Gegner trotz gönnerhaftem Gewese erkennen, denn als Sabine gewählt ist, kämpft sie an allen Fronten – und setzt sich durch. Doch wie ist die Kleinserie um Hauptdarstellerin Cordula Stratmann aufgebaut? Die erste Folge war so eine Art Wahlkampf-Drehbuch, indem die Schauspieler relativ gestelzt in eine Kamera sprechen und ihr Vorhaben erklären. Das verliert sich glücklicherweise in den weiteren Folgen. Sehr überspitzt und komisch, und doch auch mit Momenten, wo man die Bürgermeisterin wider Willen heimlich anfeuert, sich ja nichts gefallen zu lassen. Fazit: Allen kann man es eh nicht recht machen, aber einen Versuch ist es wert! Zumindest für sechs amüsante Folgen mit einer Lauflänge von 174 Minuten.

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