Die unendliche Geschichte

Die unendliche Geschichte Hot

Nico Steckelberg   23. August 2009  
Die unendliche Geschichte

Rückentext

Das Zauberland Phantasién wir von einer unheilvollen Kraft, dem "Nichts", bedroht. Der Eingeborenenjunge Atreju soll ausziehen, um der Kindlichen Kaiserin gegen die unheilvolle Kraft beizustehen. Auf Erden liest zufälligerweise der einsame kleine Bastian in einem mysteriösen Buch, das er aus einem Antiquitätenladen gemopst hat, genau diese Ereignisse und wird in die "Unendliche Geschichte" hineingezogen und zum Bestandteil der Handlung.

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
9,0
Darsteller 
 
8,0
Soundtrack 
 
10,0
Aufmachung/Extras 
 
7,0
Gesamtwertung 
 
8,4

Michael Ende hat mit seiner „Unendlichen Geschichte“ ein Meisterwerk der deutschsprachigen Fantasy-Literatur geschrieben. Es ist die Geschichte von Bastian, einem eher schüchternen Jungen, der sich eines Tages ein dickes, altes Buch aus einem Antiquariat mitnimmt. Es ist die unendliche Geschichte, jene Erzählung rund um das Reich der Kindlichen Kaiserin: Phantásien. Doch das Land ist in Gefahr, denn das zerstörerische Nichts verschlingt jede Fantasie, und damit nach und nach alle Bewohner Phantásiens. Der junge Streiter Atréju wird von der Kindlichen Kaiserin ausgesandt um den einen Retter Phantásiens zu finden. Und er ahnt nicht, dass es Bastian ist, der Leser der Geschichte, der an die Grenzen seines Selbstbewußtseins stößt.

Der Kinofilm „Die unendliche Geschichte“ aus dem Jahr 1984 war zu seiner Zeit etwas ganz besonderes. Regisseur Wolfgang Petersen nahm sich des – vermeintlich unverfilmbaren – Stoffes von Michael Ende an. Mit hervorragenden Bildern, die teils an die 15 Jahre später erscheinende Herr-der-Ringe-Filmtrilogie erinnern und einem Soundtrack von Klaus Doldinger, der den Zuschauer fesselt. Da zeigt sich, dass das Erfolgsduo, das bereits mit „Das Boot“ eine Kino-Legende geschaffen hatte (Petersen als Regisseur und Doldinger mit seinem unvergesslichen Boot-Thema), auch bei Kinder- und Jugendfilmen den rechten Finger in der Nase hat.

Und auch heute noch kann „Die unendliche Geschichte“ sehr faszinieren, wenngleich die Visual Effekts heutigen Standards in keiner Weise das Wasser reichen können. Aber das Produktionsdesign haut alles wieder raus. Ein tiefgründiger, abenteuerlicher, außergewöhnlicher Film für Jung und Alt gleichsam.

Schade nur, dass lediglich ca. den ersten – gekürzten – Teil von Michael Endes Roman in diesem Film auf die Leinwand gebannt wurde. Denn im Buch ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende. Also: Unbedingt auch lesen oder das Hörbuch hören (erschienen beim Audioverlag DAV).

Die DVD erscheint bei Oetinger Kino in dem bekannten Oetinger-Corporate Desine. Als Extras winken die US-Kinoversion mit Originaltonspur (allerdings 8 Minuten kürzer) sowie Infos zu Film, Buch und Autor.

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