Hauteville House - Bände 1 & 2: Zelda / Reiseziel Tulum

Hauteville House - Bände 1 & 2: Zelda / Reiseziel Tulum Hot

Nico Steckelberg   22. September 2012  
Hauteville House - Bände 1 & 2: Zelda / Reiseziel Tulum

Rückentext

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Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
8,0
Zeichnungen 
 
9,0
Kolorierung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,0

Irgendwo in der Schnittmenge von historischer Abenteuer-Geschichte, Spionagethriller und Science Fiction ist Fred Duvals „Hauteville House“ angesiedelt. In Kooperation mit Thierry Gioux (Zeichnungen), Christophe Quet (Storyboard), Carole Beau (Farben) und Manchu (Cover zusammen mit Thierry Gioux) entstanden die ersten beiden Bände à 48 Seiten.

Besonders ansprechend gelungen sind die Steampunk-Elemente der Geschichte. Der typische Retro-Futurismus dieses Genres kommt bei Hauteville House häufig zum Einsatz. Über den Inhalt der beiden Bände geben die Rückentexte Aufschluss:

Band 1 – „Zelda“:
„Gavroches Auftrag führt ihn nach Mexiko. Dort haben die kaiserlichen Archäologen ein bis dato unbekanntes Fragment der Chroniken des Bernal Diaz del Castillo gefunden, des Reisegefährten von Cortés und seiner Konquistadoren. Gavroche soll das Dokument in seinen Besitz bringen, damit die Wissenschaftler der Republik es untersuchen können.
Gerüchte besagen, dass das Manuskript auf das Versteck einer mythischen Waffe weist, mit der sich Kaiser Napoleon zum Herrscher über ganz Amerika machen könnte.“

Band 2 – „Reiseziel Tulum“:
„Ausgestattet mit dem unbekannten Fragment der Memoiren des Bernal Diaz del Castillo, des Chronisten der Konquistadoren, reiten Gavroche und Georges durch Mexiko, um zur zapotekischen Ausgrabungsstätte Monte Albán zu gelangen. Dort lebt ein schillerndes Archäologenpaar, das ihnen dabei helfen soll, die Geheimnisse des Fragments zu enthüllen. Zugleich aber müssen sie sich aus der Umklammerung der mexikanischen Armee befreien, die sie mit einem ihrer imposantesten Luftschiffe verfolgt. Denn die Santa Anna gleicht eher einer fliegenden Festung als einem einfachen Zeppelin...“

Die Zeichnungen sind recht detailreich. Auch die Hintergründe und kleinen Nebensächlichkeiten in den Bildern sind oft liebevoll komplettiert. Gut gelungen ist auch die Kolorierung. Ganz gleich, ob die Story sich „Indiana Jones“-like in alten Pyramiden abspielt, auf See, in der Luft oder in militärischen Kommandozentralen: Die Farben geben die jeweilige Umgebungsatmosphäre meistens sehr passend wieder. Ich fand es etwas schwierig, die Schriftart zu lesen. Insbesondere der schräge Winkel der waagerechten E-Striche erschwert das flüssige Lesen ein wenig.

Alles in allem gefällt mir „Hauteville House“ gut. Die Mischung macht’s! Für meinen Geschmack darf es in den nächsten Bändern gern etwas mehr Abenteuer statt Militarismus sein. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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