The Wake Hot

Michael Brinkschulte   06. April 2015  
The Wake

Comic-Tipp

Autor(en) / Hrsg.
Zeichnungen / Paintings
Anzahl Seiten
228

Rückentext

“LEE, WAS IST DORT UNTEN GESCHEHEN? WAS HABEN SIE GESEHEN?“

Die Meeresbiologin Dr. Lee Archer wird vom US-Heimatschutzministerium auf eine geheime Station in den Tiefen des arktischen Ozeans gebracht. Archer ist Spezialistin für Wale und ihre Gesänge, doch der Grund, warum man sie dort unten braucht, hat wenig mit Walen zu tun. Denn die Besatzungsmitglieder der Station haben eine unglaubliche Entdeckung gemacht – und einen extrem gefährlichen Gefangenen an Bord geholt.

Die Science-Fiction-Graphic-Novel von Scott Snyder (BATMAN) und Sean Murphy (AMERICAN VAMPIRE) entführt zunächst auf den kalten, dunklen Grund des Ozeans. Doch die Entdeckung, die die Heldin ihrer Erzählung macht, hat Konsequenzen, die weit über die klaustrophobische Enge der Unterwasserstation hinausgeht. Denn eine Katastrophe von apokalyptischen Dimensionen bahnt sich an…

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
8,0
Atmosphäre 
 
9,0
Zeichnungen 
 
7,0
Kolorierung 
 
8,0
Gesamtwertung 
 
8,0

Das vorliegenden Buch beinhaltet die komplette Story von ‚The Wake‘, die sich in zwei Kapitel mit jeweils mehreren Teilen aufsplittert. Dabei steuert die Handlung nicht gradlinig voran, sondern beweist mit zahlreichen Zeit- und Handlungssprüngen eine weitverzweigte Dynamik.
Beginnend mit einer futuristischen und zugleich dem Meer zugewandten Eröffnungssequenz ‚Die Suche‘, setzt sich die Handlung nach fünf Seiten mit einem 200 Jahre Zeitsprung und der schon im Rückentext angesprochenen Order an Dr. Archer fort.
Der Verlauf der Handlung - die bildlich immer unterschiedlich aufgearbeitet wird, mal mit Nutzung der Doppelseite als Einheit, mal als nacheinander angeordneten Einzelseiten und dann auch weit hinten im Buch, die um 90 Grad verdrehte Darstellung – nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Zeit; in eine Welt, deren Gefahren sich aus den Ursprüngen der Menschheit verbinden; in zuweilen philosophische Bereiche, die den Leser nachdenklich zurücklassen.

Die Handlung wirkt aufgrund der Zeit- und Handlungssprünge manchmal etwas zu schnell wechselnd, man wünschte sich weitere Informationen, eine Ausweitung der Handlung, doch gerade durch diese Lücken bleibt dem Leser viel Raum eigene Gedanken einzubinden.
Die Darstellungen der Charaktere und Szenerien sind insgesamt recht kantig angelegt, setzen bei den Personen auf klare Charakterzüge. Die Texte sind hervorragende Unterstützung für die Bilder und erweitern die Inhaltlichkeit, um die Handlung weiter zu bringen. Insgesamt ein spannendes Szenario, das sich zwischen Horror, Science Fiction, Tiefseethriller und Endzeitstimmung angesiedelt ist und Genre-Fans sicherlich gut gefallen wird.

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