He-Man und die Masters of the Universe Band 1

He-Man und die Masters of the Universe Band 1 Hot

Nico Steckelberg   21. September 2014  
He-Man und die Masters of the Universe Band 1

Rückentext

Bei der Macht von Grayskull! Die Kulthelden einer ganzen Generation kehren mit einer aufregenden neuen Comic-Serie zurück! Skeletor und seine Schergen wollen He-Man unbedingt davon abhalten, seine alte Macht zurückzuerlangen und seine Gefährten zu versammeln, um erneut das Böse in Eternia zu bekämpfen ...
Die Rückkehr von He-Man und den Masters of the Universe!
Der Actionfiguren/Zeichentrick-Klassiker ist zurück bei DC!
Comic-Neudefinition der legendären Helden!

Hörspiegel-Meinung

Story/Inhalt 
 
7,0
Atmosphäre 
 
8,0
Zeichnungen 
 
9,0
Kolorierung 
 
9,0
Gesamtwertung 
 
8,3

Wer als Junge in den 1980er-Jahren aufgewachsen ist, kam um diese Toyline einfach nicht herum: Masters of the Universe von Mattel war der Renner in Kinderzimmern weltweit. Doch jede Line findet einmal ein Ende, und als He-Man und Skeletor Ende der 80er Jahre in den Weltraum auszogen um mit neuen Verbündeten und Space-Mutanten gegeneinander zu kämpfen, war das für viele Fans der Punkt, auszusteigen. Und damit war der Tod der Reihe vorhersehbar.

Doch die Kinder von damals sind heute Erwachsene mit Einkommen. Und so gab es in den vergangenen Jahren einige Revival, darunter der kommerzielle Reboot-der Serie (unter Kennern als die „MOZU 200x“-Reihe bekannt) und auch die in Kleinstauflagen über Matty Collector fortgeführte Reihe der „MOTU Classics“, die sicherlich den Vintage-Sammlern das Herz aufgehen ließ, wurden hier auch endlich Charaktere neu produziert, die in den Achtzigern nur als Cartoon, Comic oder in nie umgesetzten Produktankündigungen verzeichnet waren.

In der Hochphase der MOTU-Classics-Reihe erschien bei DC Comics eine neue Comic-Reihe, hinter der sich die kreativen Köpfe James Robinson (ERDE 2), Keith Giffen (Green Lantern) und Geoff Johns (Justice League) verbergen. Eines vorweg: Den Liebhabern der Filmation-Cartoons und Europa-Hörspiele wird in diesem Comic einiges abverlangt, denn die Figuren handeln in einem völlig anderen Kontext als gekannt. Zum Teil wird dies erst gegen Ende aufgelöst, da ein heimtückischer Plan Skleletors dahinter steckt (hier will ich nicht zu viel verraten). Doch die Autoren weichen in wesentlichen Punkten von der Original-Storyline ab. Beispielsweise sei Skeletor He-Mans Onkel. Und irgendwie wissen alle, dass aus Adam mit Hilfe des Zauberschwerts He-Man wird. Auch einen Cringer gibt es nicht, der an die Verwandlung seines Herrn gebunden ist, der Kampftiger ist der Kampftiger. Fertig. Davon einmal abgesehen ist es gewagt aber äußerst spannend, den Leser über viele Seiten hinweg vor der einen großen Frage schier kapitulieren zu lassen: „Was geht denn hier ab? Ist das Masters?“ Aber das Ende klärt dann wie gesagt alles auf, und man darf sich freuen, dass man seine gewohnten Masters wieder hat.

Auch die Zeichnungen von Philip S. Tan (Thor, Batman), Pop Mhan (Star Wars, Spider Man) und Howard Porter (Flash, Avangers) legen einige neue Designs vor. Der He-Man-Harnisch beispielsweise erinnert an eine Mischung aus Thunder-Punch-He-Man und der 200xer-Variationen. Wer auf Vintage steht, hat hier verloren. Auch Teela wird man in ihrem „Battle Ground“-Look kaum wieder erkennen. Aber: Wir kennen diese künstlerische Freiheit ja bereits aus den Anfängen der Toyline, als die Mini-Comics, die den Figuren beilagen, immer wieder mal gänzlich freie Designs von Rüstungen und Co. zeigten.

Cool finde ich, dass einige neue Charaktere aus der jungen MOTU Classics-Reihe Einzug gefunden haben wie beispielsweise Sir Laserlot (tragende Rolle) oder Chief Carnivus (im Hintergrund). Auch der Cliffhanger zum zweiten Teil des Comics, der im Oktober erscheint, ist aus meiner Sicht gelungen. MOTU-Fans der alten Schule sollten vor dem Kauf vielleicht einmal durchblättern, ob ihnen der frische Wind zusagt.

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